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| - Pressemeldungen (04/2008) - |
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Mitteilung vom 23.04.2008 - 11:55 Uhr
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Malteser: Welt-Malaria-Tag am 25. April 2008
Kritik an überstürzter Einführung neuer Malaria-Medikamente
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(Köln/Entebbe). Anlässlich des Welt-Malaria-Tages am 25. April kritisieren die Malteser die überstürzte und schlecht vorbereitete Einführung neuer Malaria-Medikamente in vielen Ländern.
So hat beispielsweise die Demokratische Republik (DR) Kongo verfügt, in Zukunft nur noch die neuen Kombinationstherapien auf der Basis von Artemisinin - ein besonders für die Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Stämmen der Malaria tropica geeigneter, pflanzlicher Wirkstoff - zu verwenden.
"Die Einführung der neuen Präparate ist durchaus richtig, wenn es wie im Osten der DR Kongo bereits Resistenzen gegen die alten Therapien gibt. Leider ist die logistische Planung völlig mangelhaft. Die Medikamente liegen in der Hauptstadt Kinshasa bereit, kommen aber nur spärlich in unseren Projekten an", erklärt Dr. Alfred Kinzelbach, Regionalkoordinator von Malteser International in Afrika. "Unser medizinisches Personal ist nicht hinreichend sensibilisiert für die neue Therapie und frustriert von der unzuverlässigen Versorgung. Fortbildungen verpuffen im Leeren, weil die Medikamente fehlen. Darum verschreiben Ärzte und Schwestern viel lieber die alte Behandlung", so der Malteser Experte.
"Hier im Kongo hat die schlechte Vorbereitung sehr viel Geld gekostet. Und weil die Medikamente nicht bei den Gesundheitszentren ankommen, hat sie bis heute keine spürbaren Verbesserungen für die Bevölkerung gebracht", sagt Kinzelbach. "Nur wenn Sensibilisierung der Bevölkerung, Personalschulung und eine längerfristig gesicherte Versorgung mit den neuen Präparaten Hand in Hand gehen, haben wir Aussichten auf Erfolg. Daher sollte die Einführung so lange ausgesetzt werden, bis konkrete und umsetzbare Pläne zu einer flächendeckenden Versorgung vorliegen."
Die Malteser sind seit über zehn Jahren im Osten der Demokratischen Republik Kongo tätig und stellen die medizinische Versorgung für rund 2,9 Millionen Menschen sicher. Ein Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Malariapatienten und der Schulung freiwilliger Gesundheitshelfer in der Prävention von Malaria. Allein 2007 verteilte Malteser International gemeinsam mit der Aktion "World Swim for Malaria" insgesamt 10.000 Moskitonetze an schwangere Frauen und Mütter in der DR Kongo
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 12.04.2008 - 11:36 Uhr
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Malteser: Das Libanonprojekt der Gemeinschaft junger Malteser
gewinnt mit Kofi Annan den westfälischen Friedenspreis
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(Münster/Köln). Der Jugendpreis des Westfälischen Friedens geht in diesem Jahr an das Libanonprojekt der Gemeinschaft junger Malteser für ihren Einsatz für Menschen mit Behinderungen in Kriegs- und Krisengebieten. Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre durch die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe verliehen. Die Malteser teilen sich diese Ehrung mit dem Friedensnobelpreisträger Kofi Annan. Die feierliche Preisverleihung findet voraussichtlich am 11. Oktober im historischen Rathaus zu Münster statt.
Das nun schon zehn Jahre alte Libanonprojekt beeindruckte die Jury wegen seiner "Friedensarbeit in des Wortes bester Bedeutung". In Feriencamps ermöglichen die Jugendlichen schwer behinderten Menschen aus libanesischen Heimen Freizeiten. Für ihre Gäste ist die Zeit dort der einzige Höhepunkt im Jahr. In den Heimen fehlt es - trotz der Hingabe der dort tätigen Ordensschwestern - an Allem. Therapeutische Hilfe und persönliche Zuwendung kommen aufgrund von Personalmangel und fehlender finanzieller Mittel viel zu kurz.
Mindestens Vierzigtausend Euro benötigen die jungen Malteser jedes Jahr, um die Feriencamps im Nahen Osten fortführen und die Heime finanziell unterstützen zu können. So entstand im Jahr 2005 die Idee, die Camps durch Theateraufführungen zu finanzieren. Als Schauspieler, Maskenbildner und Bühnenhandwerker setzen die jungen Malteser ihr jeweiliges Talent für die gute Sache ein.
Die nächsten Stationen der diesjährigen Theatertournee mit Shakespeares "Sommernachtstraum" sind Frankfurt, München, Köln, Hamburg, Berlin und Münster. Die Premiere findet am 27. April in der Nähe von Frankfurt statt.
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 10.04.2008 - 09:13 Uhr
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Malteser: Migranten Medizin hilft Menschen ohne
Krankenversicherung - Stetig wachsende Patientenzahl
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(Berlin/Köln). Die Malteser Migranten Medizin äußert sich in ihrem aktuellen Jahresbericht besorgt über die "erschreckend hohe Zahl" derer, die in Deutschland durchs soziale Netz fallen. "Mehr als 4.300 Patienten nahmen im vergangen Jahr unsere Hilfe in Anspruch. Dabei handelt es sich nicht nur ausschließlich um Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung", erklärt Angelika Haentjes-Börgers, Leiterin der Malteser Abteilung Migration. "Der Anteil der deutschen Nichtversicherten ist mit 14 % immer noch sehr hoch."
Zwar seien die gesetzlichen Krankenkassen seit April 2007 im Zuge der Gesundheitsreform dazu verpflichtet, ehemalige Mitglieder wieder aufzunehmen, doch müsse bei Wiedereintritt in die Kasse zuerst eine Prämie der versäumten Monate gezahlt werden. "Allein schon die monatlichen Beiträge sind für viele zu hoch", so Haentjes-Börgers. "Ob als gescheiterte Ich-AGs, ob als Geschiedene, die aus der Krankenversicherung des langjährigen Partners gefallen sind - viele Deutsche können sich eine Krankenversicherung einfach nicht mehr leisten."
In der Malteser Migranten Medizin finden sie einen Arzt, der die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung oder Schwangerschaft übernimmt. Die Malteser helfen unter absoluter Wahrung der Anonymität. Kooperationen mit Kirchen, Verbänden und Vereinen ermöglichen weitere Schritte. Bundesweit steht der Malteser Migranten Medizin mittlerweile ein Netzwerk aus 300 niedergelassenen Ärzten aller Fachrichtungen zur Verfügung. Mehr als 20 Krankenhäuser übernehmen Patienten bei notwendiger stationärer Therapie.
Um der stetig wachsenden Patientenzahl zu begegnen, haben die Malteser neben Berlin, Köln, München, Darmstadt und Frankfurt im vergangenen Jahr Einrichtungen in Hannover, Münster und Hamburg eröffnet. Andere Städte sind bereits angedacht.
"Wir helfen allen, für die es persönlich schwierig ist, ihre sozialen Rechte einzufordern", so Haentjes-Börgers. "Doch: Um zu helfen, brauchen wir Geld. Die Projekte werden über Spenden finanziert und von ehrenamtlicher Arbeit getragen."
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 04.04.2008 - 11:33 Uhr
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Malteser: Bundeskabinett plant Gesetzesänderung
Gleichstellung von Maltesern, Johannitern und Rotem Kreuz
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(Berlin/Köln). Das Bundeskabinett hat am 2. April 2008 den Entwurf eines Gesetzes beschlossen, das den Malteser Hilfsdienst e.V. als "freiwillige Hilfsgesellschaft" im Sinne der Genfer Abkommen bestätigt. Das neue Gesetz schreibt die besondere Stellung des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe im Sinne der Genfer Abkommen fest.
Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, erklärt: "Unser zentrales Anliegen ist es, Menschen in Not zu helfen - unabhängig von ihrer Religion, Rasse oder politischen Überzeugung. Die neu geschaffene Gesetzesgrundlage bekräftigt hinsichtlich der Rechtstellung unseren weltweiten Status als Hilfsorganisation."
Bisher waren die Rechtsstellung und die Aufgaben des Malteser Hilfsdienstes gesetzlich nicht geregelt. Das noch aus der NS-Zeit stammende bisherige Gesetz vom 9. Dezember 1937 wurde durch die Gerichte allenfalls auf das Deutsche Rote Kreuz entsprechend angewandt, nachdem das Bundesverfassungsgericht im Jahre 1957 festgestellt hatte, dass das "Deutsche Rote Kreuz nach der Kapitulation von der Militärregierung aufgelöst und sein Vermögen gesperrt worden ist". Daher konnte das Gesetz von 1937 nicht direkt auf das heutige Deutsche Rote Kreuz angewendet werden. Weil das Gesetz außerdem noch von nationalsozialistischer Terminologie geprägt sei, werde es im Zuge der Rechtsbereinigung zum 1. Dezember 2010 aufgehoben, so das Justizministerium.
Christlich und engagiert: Der Malteser Hilfsdienst setzt sich für Bedürftige ein. [Hilfe für mehr als sieben Millionen Menschen pro Jahr weltweit * 50.000 Engagierte in Haupt- und Ehrenamt * an mehr als 700 Orten * über 950.000 Förderer und Mitglieder]
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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http://www.hilfsorganisationen.de/MENUE/Aktuelles
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