Nahostkonflikt: Tausende sind vertrieben, Medikamente knapp.
Indonesien: Seebeben Stärke 7,2: Lage schlimmer als erwartet

Erdbeben auf Insel Java: 6200 tot, mehrere tausend verletzt.
Ein Malteser-Mitarbeiter wurde im Nordwesten Afghanistans ermordet.
  
 
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- Pressemeldungen (03/2008) -
 
 
   
Mitteilung vom 21.03.2008 - 08:28 Uhr
 
UNHCR: In Afghanistan kein Durchbruch bei der Sicherheit
 
 
(Berlin). Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) warnt davor, Abschiebungen nach Afghanistan vor dem Hintergrund vorgeblicher alternativer Schutzmöglichkeiten im Lande selbst durchzuführen.

Wer vor Verfolgung oder allgemeiner Gewalt aus seiner Heimatregion in Afghanistan flieht, hat grundsätzlich keine Möglichkeit, anderswo im Lande Schutz zu finden. Dies ist eine Kernaussage der UNHCR-Richtlinien zum internationalen Schutzbedarf afghanischer Asylsuchender, die heute erstmals zusammenfassend in deutscher Sprache veröffentlicht wurden.

Lokale Kommandeure und bewaffnete Gruppen seien oftmals in der Lage, ihren Einfluss über die lokalen Gebiete hinaus auszudehnen. Zudem seien staatliche Behörden größtenteils nicht in der Lage, effektiven Schutz vor nichtstaatlichen Akteuren zu gewährleisten, heißt es in der UNHCR-Stellungnahme.

Hingewiesen wird in diesem Zusammenhang auf die Tatsache, dass nicht der Staat, sondern Familien- oder Gemeinschaftsstrukturen innerhalb der afghanischen Gesellschaft vorwiegend für Schutz, wirtschaftliches Überleben sowie den Zugang zu Wohnmöglichkeiten sorgen müssen. Falls diese Verbindungen nicht vorhanden sind, ist es für die Betroffenen praktisch unmöglich, ein relativ normales Leben ohne unzumutbare Härten zu führen. Dies kann auch für die städtischen Gegenden des Landes gelten, einschließlich der Hauptstadt Kabul.

Das UNHCR-Papier listet eine Reihe von Hauptgruppen unter der afghanischen Bevölkerung auf, die besonderen Schutzbedarf aufweisen. Dazu zählen u.a. Afghanen, die sich kritisch zu den Interessen der lokalen und regionalen Kommandeure, mächtiger Fraktionen oder bewaffneter Oppositionskräfte äußern sowie ethnische Minderheiten in bestimmten Gebieten und Konvertiten vom Islam zu anderen Religionen.

Ferner müssen Frauen, die angeblich oder tatsächlich gegen die vorherrschenden sozialen Normen verstoßen oder alleinstehend sind, als besonders gefährdet angesehen werden. Dies gilt auch für unbegleitete Minderjährige, Homosexuelle und Afghanen, die mit internationalen Organsiationen und Sicherheitskräften in Verbindung gebracht werden.

Die UN-Organisation betont, trotz einiger Erfolge beim Zugang zur Gesundheitsversorgung und zu Bildungseinrichtungen habe es bei der entscheidenden Frage der Sicherheit keinen Durchbruch gegeben. Erhebliche Teile Afghanistans seien weiterhin aktive Kampfgebiete. Da effektiver nationaler Schutz fehle, steige für die dort lebende Zivilbevölkerung die Gefahr von Gewaltakten. Der internationale Schutzbedarf, so UNHCR, sei deshalb für bestimmte Gruppen der afghanischen Bevölkerung weiterhin hoch.

Die UNHCR-Richtlinien sind im Internet unter www.unhcr.de abrufbar
 
Originaltext: Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR)
 
Quelle/ ViSdP.: UNHCR Deutschland, Stefan Telöken

 
Mitteilung vom 19.03.2008 - 13:27 Uhr
 
Malteser: Fastenaktion 2008 - "40 Euro für Sri Lanka"
Einsatz für ein menschenwürdigeres Leben
 
 
(Köln/Sri Lanka). In ihrem Abschlussbericht zur Malteser Fastenaktion "40 Euro für Sri Lanka" bedankt sich die britische Wasserbauingenieurin Suzanna Lipscombe bei der deutschen Bevölkerung für ihre Unterstützung und fordert, sich weltweit für sauberes Trinkwasser, Hygiene und eine funktionierende Abwasserentsorgung einzusetzen. "Der Erfolg unserer Fastenaktion 2008 bedeutet keinesfalls das Ende unseres Engagements für ein gesünderes und menschenwürdigeres Leben", so Lipscombe. "Mit Ihrer Hilfe werden wir unsere Projekte noch weiter ausbauen, den besonders verwundbaren Bevölkerungsgruppen in Sri Lanka und weltweit helfen können!"

Mit der Fastenaktion unterstützen die Malteser 53 Schulen in den Bezirken Galle, Matara, Hambantota und Ampara. Über 16.000 Schulkinder bekommen damit Zugang zu sauberem Wasser und kinderfreundlichen Sanitäranlagen. Zusätzlich werden sie in Hygiene- und Gesundheitsfragen geschult. Suzanna Lipscombe berichtet: "Damit der Erfolg eines solchen Projektes auch nachhaltig gesichert ist, beziehen wir die Kinder als Multiplikatoren für ihre Familien in alle Phasen der Planung und Umsetzung ein."

Zusätzlich bauen die Malteser gemeinsam mit Familien in Sri Lanka Regenwasserzisternen mit Filtern, die jeweils 5.000 bis 8.000 Liter Trinkwasser fassen. "Bisher konnten wir nahezu 2.000 Familien - also rund 10.000 Menschen - mit solchen Tanks versorgen. Und es sollen insgesamt mehr als 3.500 Familien werden", so Lipscombe

Mit Aktionen zum Weltwassertag am 22. März oder dem Weltgesundheitstag am 4. April 2008 erinnern die Malteser auch zukünftig daran, wie wichtig der Einsatz für sauberes Wasser und Hygiene weltweit ist.

Zur Unterstützung ihrer Projekte für Trinkwasser, sanitäre Anlagen und Hygiene (WASH) in Sri Lanka rufen die Malteser dazu auf, an jedem Tag der Fastenzeit einen Euro beiseite zu legen. Wer mitgemacht und 40 Euro gespart hat, kann diese auf untengenanntes Konto überweisen!


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "WASH" 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 18.03.2008 - 06:03 Uhr
 
UNHCR-Statistik 2007: Mehr Asylanträge wegen Irak-Krise
 
 
(Berlin). Erstmals seit fünf Jahren steigt die Zahl neuer Asylanträge in den Industriestaaten wieder. Dies geht aus der heute veröffentlichten UNHCR-Asylstatistik für 2007 hervor.

In 43 Industrienationen weist sie mit 338.000 Anträgen einen Zuwachs von zehn Prozent aus - rund 32.000 mehr als beim 20-Jahrestief im Jahr 2006. Hauptgrund für den Anstieg: Die stark steigende Zahl von Asylbewerbern aus dem Irak.

Nimmt man nur die EU-Staaten, zeigt sich ein ähnlicher Trend: 223.000 Asylanträge insgesamt im letzten Jahr sind elf Prozent mehr als 2006 (201.000). In Binnenländern wie Deutschland gab es dennoch den gewohnten Rückgang (um neun Prozent), während Staaten am Rand der Union überdurchschnittlich mehr neue Asylanträge verzeichneten: Griechenland um 105 Prozent mehr, Polen und Ungarn um 61 Prozent sowie Schweden um 50 Prozent (auf 36.200 Anträge). Die meisten Asylanträge verzeichneten die USA (49.200), gefolgt von Schweden, Frankreich (29.900), Kanada (28.300) und Großbritannien (27.900). Hinter Griechenland (25.110) folgt Deutschland (19.160), dahinter Italien, Österreich und Belgien.

Die zahlenmäßig größte Gruppe der Asylsuchenden in Industriestaaten kam aus dem Irak: 45.200 Anträge im Vorjahr (4.171 in Deutschland) Dies sind rund doppelt so viele wie 2006 (22.900, davon 2.065 in Deutschland). Dabei ist zu beachten, dass im letzten Jahr trotz der Steigerung lediglich ein Prozent der rund 4,5 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen aus dem Irak in den Industriestaaten um Schutz nachsuchten. Hingegen leben rund rund zwei Millionen Iraker als Flüchtlinge in den Nachbarstaaten der Region, vor allem in Syrien und Jordanien sowie über 2,5 Millionen als Binnenvertriebene in ihrem Heimatland.

Zweitwichtigstes Herkunftsland von Asylsuchenden in Industriestaaten war 2007 die Russische Föderation (18.800 Anträge), gefolgt von China (17.100) und Serbien (15.400). Mit 14.300 Anträgen zeigten Pakistanis eine stark steigende Tendenz (plus 87 Prozent), auch die Zahl der Asylsuchenden aus Syrien und Somalia stieg an (um 47 bzw. 43 Prozent).
 
Originaltext: Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR)
 
Quelle/ ViSdP.: UNHCR Deutschland, Stefan Telöken

 
Mitteilung vom 14.03.2008 - 13:44 Uhr
 
Malteser: Einfache Lösungen für komplexe Probleme
Wasser, Seife und Toiletten können Millionen Kinderleben retten
 
 
(Köln/Bonn). Die Malteser stellten gestern Abend in den Räumen der Deutschen Welle in Bonn ihren neuen Film über ihre Projekte zu Wasser und sanitärer Grundversorgung in Sri Lanka öffentlich vor. In eindringlichen Bildern zeigt Regisseur Martin Hilbert von Aquino Film, dass es keine hoch entwickelte, teure Technologie braucht, um Menschen mit sauberem Trinkwasser und einer funktionierenden Abwasserversorgung auszustatten. Verblüffend einfache Lösungen – Regenwasser-Auffang-Tank, Bio-Sandfilter, Wasserdesinfektion durch Sonneneinstrahlung oder Abkochen – können tausende Menschen vor gefährlichen Erkrankungen schützen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion bedauerte Dr. Peter Schmitz, Leitender Arzt bei Malteser International, dass Krankheiten, die durch schlechte Hygiene ausgelöst werden, in der Öffentlichkeit kaum Beachtung finden. „Niemand redet gerne über Durchfall, dabei sterben täglich mehr Kinder an Durchfallerkrankungen als an Malaria oder AIDS. Wir müssen über Durchfall und seine Ursachen genauso offen sprechen! Nur so können wir die Verantwortlichen dazu bringen, sich für eine Verbesserung der Zustände einzusetzen.“

Professor Dr. Martin Exner, Direktor des Hygieneinstituts der Universität Bonn, betonte, dass einfache Methoden auf diesem Gebiet sehr große Erfolge erzielen. „Wichtig ist es, einfache Methoden wie zum Beispiel Händewaschen an die Menschen weiterzugeben und sie zu motivieren, ihr neues Wissen anzuwenden. Dies fängt schon in Kindergarten und Schule an.“

Dr. Manfred Konukiewitz vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung betonte, dass die deutsche Politik diese Problematik erkannt habe: „Darum fördern wir nur noch solche Wasser-Projekte, die auch Basis-Sanitärversorgung und Hygiene berücksichtigen.“


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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 14.03.2008 - 11:28 Uhr
 
Malteser warnen vor Legalisierung der Sterbehilfe
 
 
(Köln). Anlässlich der neu aufgeflammten Diskussion um aktive Sterbehilfe durch die Legalisierung in Luxemburg sowie ein dramatisches Einzelschicksal in Frankreich, warnen die Malteser davor, die Debatte auch in Deutschland wieder aufzunehmen.

"Statt die aktive Sterbehilfe zu legalisieren, muss die Hospizarbeit und Palliativmedizin gefördert und weiter ausgebaut werden, um Krankheit und Schmerzen für jeden Menschen erträglich zu machen," so Elisabeth Freifrau Spies von Büllesheim, Vizepräsidentin des Malteser Hilfsdienstes. "Auch noch so tragische Einzelschicksale dürfen nicht dazu führen, dass Gesetze in Frage gestellt oder gar aufgehoben werden," betont von Spies. "Gerade die jüngsten Gesetzesreformen im Gesundheitswesen haben den Weg für eine flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung frei gemacht. Wir müssen jetzt dafür Sorge tragen, dass nun auch jeder Mensch, der es braucht, von dem ganzheitlichem und multidisziplärem Ansatz der Hospizarbeit und Palliativmedizin profitiert. Die Gesellschaft muss hierfür die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, wenn wir nicht wollen, dass die Diskussion zu uns hinüberschwappt."

Nach Auffassung der Malteser benötigen der schwerkranke Mensch und seine Angehörigen zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung in den verschiedenen Dimensionen der Not eine fachlich kompetente Unterstützung. Dazu gehöre vor allem eine gute Schmerztherapie und Symptomkontrolle, wie sie die Palliativmedizin bietet. Dieses geschieht immer im Zusammenspiel mit psychosozialer wie spiritueller Beratung und Begleitung.

"Aktive Sterbehilfe, wie in Belgien oder in den Niederlanden propagiert, ist aus unserer Sicht auch für die französische Lehrerin keine Lösung. Wir bieten ihr und ihren Angehörigen sehr gern einen Hospizplatz hier bei uns in Deutschland an, damit sie wirklich in Würde ihr Lebensende verbringen kann," so Spies.

Die Malteser sind bundesweit Träger von 5 Palliativstationen, einem stationären Hospiz und 78 ambulanten Hospizdiensten, darunter 7 ambulante Kinderhospizdienste an 67 Standorten mit mehr als 2.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Christlich und engagiert: Der Malteser Hilfsdienst setzt sich für Bedürftige ein. [Hilfe für mehr als sieben Millionen Menschen pro Jahr weltweit * 50.000 Engagierte in Ehren- und Hauptamt * an mehr als 700 Orten * über 950.000 Förderer und Mitglieder]


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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 12.03.2008 - 12:05 Uhr
 
Malteser: Fastenaktion 2008 - 40 Euro für Sri Lanka
Kinder sind die besten Lehrer
 
 
(Köln). In ihrem aktuellen Bericht zur Malteser Fastenaktion „40 Euro für Sri Lanka“ berichtet die britische Wasserbauingenieurin Suzanna Lipscombe aus Sri Lanka, wie wichtig es ist, schon Kinder in die Hygiene-Erziehung einzubeziehen und ihnen Wissen über sauberes Trinkwasser zu vermitteln. Kinder sind neugierig, lernen schnell und geben ihr Wissen gerne an andere weiter .

"Heute fahren meine Kollegen und ich nach Peelahena, einem kleinen Dorf im Matara Distrikt. Wir wollen eine Hygiene-Schulung für die gesamte Gemeinde durchführen und den Menschen zeigen, wie sie ihre Regenwassersammeltanks instand halten können. Unsere Informationen vermitteln wir mit farbenfrohen Bildern“, erklärt Lipscombe den Ansatz der Malteser.

„Die Anwesenheitsquote bei unseren Schulungen ist immer sehr hoch, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Auch die Kinder sind immer sehr aufmerksam – ihnen gefallen wahrscheinlich die Bilder, die wir verwenden . Maleeka, eines der jungen Mädchen, hat schon einmal an einem unserer Kurse teilgenommen und ist stolz, den anderen Kindern die Vorteile der neuen Regenwassertanks zu erklären : ' Der Tank füllt sich, wenn es regnet. Die Klappe bleibt zunächst geöffnet, da Schmutz auf dem Dach und in den Rinnen das Regenwasser verunreinigen kann. Wenn wir sicher sind, dass das Dach und die Rinnen gesäubert sind, schließen wir diese Klappe und so kann das Regenwasser in den Tank fließen. ' Und sie weiß noch mehr über das komplexe System: ' In dem Filter ist ein Behälter mit Kieselsteinen, Kohle und Löchern, durch den das Wasser fließt und gefiltert wird. So landet im Tank nur gefiltertes Wasser. Der Deckel auf dem Tank muss verschlossen bleiben und wird nur zum Reinigen des Tanks geöffnet, sonst kommen Insekten in den Tank.'"

Damit der Erfolg eines solchen Projektes auch nachhaltig gesichert ist, beziehen die Malteser die Dorfgemeinschaften – und hier natürlich auch die Kinder als Multiplikatoren für ihre Familien und Schulklassen – in alle Phasen der Planung und Umsetzung ein und führen regelmäßige Kurse in der Nutzung und Instandhaltung des neuen Systems durch. So fühlen sich alle Dorfmitglieder für ihren Tank verantwortlich, was dazu führt, dass sie ihn nutzen und auf ihn achten.

Zur Unterstützung ihrer Projekte für Trinkwasser, sanitäre Anlagen und Hygiene (WASH) in Sri Lanka rufen die Malteser dazu auf, an jedem Tag der Fastenzeit einen Euro beiseite zu legen. Wer so bis Ostern 40 Euro gespart hat, kann diese auf untenstehendes Konto überweisen!


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 Kennwort: "WASH" 
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 05.03.2008 - 13:02 Uhr
 
Malteser: Fastenaktion 2008 - 40 Euro für Sri Lanka
Schüler lernen Wasser-Hygiene
 
 
(Köln). In ihrem aktuellen Bericht zur Malteser Fastenaktion „40 Euro für Sri Lanka“ fordert die britische Wasserbauingenieurin Suzanna Lipscombe in Sri Lanka eine saubere und hygienische Lernumgebung für Kinder. „Zunächst müssen Kinder gesund und gut ernährt sein, um aufmerksam am Unterricht teilnehmen zu können. Anschließend trägt eine gute Ausbildung wiederum zu einer besseren Gesundheit und Ernährung bei“, so Lipscombe.

Ein Projekt der Malteser zur Verbesserung der Sanitäranlagen an Schulen in Sri Lanka berücksichtigt hierbei Ideen und Vorschläge der Kinder: Sie wählen die Art der Einrichtung, den Standort und das farbliche Design. „So lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur sehr viel über Gesundheitsvorsorge, sondern sind auch an der Instandhaltung der neuen Einrichtungen interessiert“, erklärt die engagierte Wasserbauexpertin. „Das wiederum beeinflusst das Hygiene-Verhalten der Kinder zu Hause. Sie sind also regelrechte Multiplikatoren für Hygiene und Gesundheit.“

Der große Erfolg des Projekts ist auch im neuen Film der Malteser zu sehen, der am 13. März in Bonn Premiere hat. Die Dreharbeiten gestalteten sich sehr abenteuerlich. So wurde das gesamte Team beim Filmen einer strategisch bedeutsamen Eisenbahnbrücke verhaftet. „Glücklicherweise war uns der Polizeibeamte sehr wohl gesonnen“, erzählt Lipscombe, “aber er hat uns empfohlen uns, beim nächsten Mal vorher Bescheid zu geben, wenn wir offizielle Einrichtungen filmen wollen.“

Insgesamt haben die Malteser in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden 53 Schulen in den Bezirken Galle, Matara, Hambantota und Ampara für das Projekt ausgewählt. Über 16.000 Schulkinder bekommen damit Zugang zu sauberem Wasser und kinderfreundlichen Sanitäranlagen und werden in Hygiene- und Gesundheitsfragen geschult. Zur Unterstützung dieses und anderer Projekte in Sri Lanka rufen die Malteser die Öffentlichkeit auf, an jedem Tag der Fastenzeit einen Euro beiseite zu legen. Bis Ostern kann man so 40 Euro ansparen.


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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 05.03.2008 - 13:03 Uhr
 
Malteser: Weltfrauentag am 8. März 2008
Malteser setzen auf Frauenförderung - weltweit
 
 
(Köln). "In unserer internationalen Arbeit erleben wir immer wieder, dass Frauen benachteiligt werden. Wir setzen daher in unseren Projekten weltweit auf verstärkte Frauenförderung," erklärt Elisabeth Freifrau Spies von Büllesheim, Vizepräsidentin, Generaloberin und Frauenbeauftragte der Malteser, anlässlich des Weltfrauentages am 8. März.

Die Malteser bauen in ihrer Arbeit auf die besonderen Stärken von Frauen.

"Frauen übernehmen besondere Verantwortung für den familiären Zusammenhalt, für die Ernährung und für die Kindererziehung," betont Spies.

Weltweit organisieren die Malteser daher Fort- und Weiterbildungen speziell für Frauen und ermöglichen ihnen so, selbstständig Geld für sich und ihre Familien zu verdienen.

In Kambodscha beispielsweise bilden sie Hebammen und traditionelle Geburtshelferinnen fort, die in Schwangerschafts-Vorbereitungskursen auch ihr Wissen über Hygiene und gesunde Ernährung vermitteln. "Frauen, die solche Kurse besuchen, sind als Multiplikatorinnen sehr wichtig. Sie geben ihr Wissen an ihre Familien und die Dorfgemeinschaft weiter, achten auf Anzeichen von Krankheiten in ihrer Familie, bringen kranke Kinder zum Arzt und sorgen für die Einhaltung der wichtigsten Hygieneregeln", erläutert Spies. "So kommt die Arbeit der Malteser nicht nur den Frauen zu Gute, sondern der gesamten Gemeinschaft."

Die Malteser sind seit 1993 in Kambodscha tätig, das noch immer von fast 30 Jahren Bürgerkrieg und Völkermord gezeichnet ist. Was als Flüchtlingshilfe begann, entwickelte sich zum Wiederaufbau der Gesundheitsversorgung in abgelegenen Regionen. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bauen sie Krankenversicherungssysteme auf Dorfebene auf und informieren über das Menschenrecht auf Gesundheit. In besonders abgelegenen Regionen unterstützen die Malteser zudem Gesundheitszentren. Da Frauen dort mit professioneller Hilfe entbinden können, sank die Müttersterblichkeit erheblich.


  Malteser International   
    
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 Kennwort: Frauen in Kambodscha 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 03.03.2008 - 12:47 Uhr
 
Malteser:
Malteser Projekte verbessern sanitäre Anlagen und Hygiene in Sri Lanka
 
 
(Köln). Am 13. März 2008 stellen die Malteser in den Bonner Räumen der Deutschen Welle ab 18.00 Uhr ihren jüngsten Film als Beitrag zum "International Year of Sanitation 2008" öffentlich vor. Am Beispiel Sri Lankas wird im Rahmen der WASH-Projekte (Water, Sanitation & Hygiene) der Malteser der Umgang der lokalen Bevölkerung mit Wasser erklärt. "Mehr als 5.000 Kinder sterben jeden Tag an Durchfall und anderen Krankheiten, die durch konsequente Einführung einfacher Hygienemaßnahmen wirksam bekämpft werden können.", erläutert Dr. Peter Schmitz, Leitender Arzt von Malteser International. Folgerichtig lautet das Motto des Abends: "... Händewaschen nicht vergessen! Wasser, Seife und Toiletten können Millionen Kinderleben retten".

Nach der Filmpremiere diskutieren Vertreter von Malteser International mit Experten der Entwicklungszusammenarbeit, der internationalen Hygieneforschung und dem Filmmacher Martin Hilbert über mögliche Lösungsansätze zur Bekämpfung mangelnder Trinkwasserversorgung, fehlender sanitärer Anlagen und der Unkenntnis über grundlegende Hygieneregeln. Mit dabei sind Professor Dr. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn, Dr. Manfred Konukiewitz vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Dr. Peter Schmitz, Leitender Arzt von Malteser International.

Die Malteser arbeiten seit dem Jahre 2005 in Sri Lanka und setzen sich dort vor allem für den Aufbau von Trinkwasseranlagen, den Bau funktionierender und ökologisch verträglicher Abwassersysteme und für die Aufklärung der Bevölkerung über Hygienemaßnahmen ein.


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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
 
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