Nahostkonflikt: Tausende sind vertrieben, Medikamente knapp.
Indonesien: Seebeben Stärke 7,2: Lage schlimmer als erwartet

Erdbeben auf Insel Java: 6200 tot, mehrere tausend verletzt.
Ein Malteser-Mitarbeiter wurde im Nordwesten Afghanistans ermordet.
  
 
- Pressemeldungen 2006 -
 
 
Jan.| Febr.| März| April| Mai| Juni| Juli| Aug.| Sept.| Okt.| Nov.| Dez.
 
 
 
 
Archiv 2008   -    01| 02| 03| 04| 05| 06| 07| 08| 09| 10| 11| 12
 
Archiv 2007   -    01| 02| 03| 04| 05| 06| 07| 08| 09| 10| 11| 12
 
Archiv 2006   -    01| 02| 03| 04| 05| 06| 07| 08| 09| 10| 11| 12
 
Archiv 2005   -    01| 02| 03| 04| 05| 06| 07| 08| 09| 10| 11| 12
 
Archiv 2004   -    01| 02| 03| 04| 05| 06| 07| 08| 09| 10| 11| 12
 
 
 
 
 
 
- Pressemeldungen (11/2006) -
 
 
   
Mitteilung vom 26.11.2006 - 13:37 Uhr
 
25. November - UN-Aktionstag gegen Gewalt an Frauen
Malteser: Erste Fortschritte gegen sexuelle Gewalt im Kongo
 
 
(Köln/Bukavu). Die Malteser sehen erste Fortschritte im Kampf gegen sexuelle Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo. „Seit dem Sommer verurteilt ein Gesetz Vergewaltigungen eindeutig als Straftat“, so Dr. Alfred Kinzelbach, Koordinator der Malteser Projekte im Gebiet der Großen Seen: „Die Tabuisierung durch Behörden und Organisationen wird endlich aufgebrochen.“ In Bukavu, der Hauptstadt von Süd-Kivu, gibt es am Aktionstag etwa erstmals einen Protestmarsch, Theaterstücke und Radiobeiträge zu dem Thema.
 
Mit mehr als 1.000 Maßnahmen zur Sensibilisierung gegen Gewalt an Frauen, mit denen Zehntausende erreicht werden, dämmen die Malteser und ihre Partnerorganisationen Vergewaltigungen ein. „Aber mehr als 30.000 vergewaltigte Frauen, die wir in den vergangenen drei Jahren behandeln mussten, sind mehr als 30.000 Opfer zu viel“, betont Kinzelbach. Dabei wird geschätzt, dass weniger als ein Zehntel der Übergriffe überhaupt bekannt werden.
 
Sorgen machen den Maltesern Banden ehemaliger Kämpfer. „Im Urwald westlich des Kivu-Sees haben Bewaffnete in den vergangenen Wochen mehrfach Menschen entführt, die Frauen brutal vergewaltigt und die Männer gefoltert – und manche ermordet“, beschreibt Kinzelbach: „Die Truppen der Vereinten Nationen und der Armee müssen hier dringend verstärkt werden.“
 
Malteser International behandelt seit 2003 in einem speziellen Programm Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, und bietet ihnen eine psychosoziale Betreuung an. In 34 Gesundheitsstationen in der Provinz Süd-Kivu und im Distrikt Ituri haben die Malteser knapp 32.000 Betroffene im Alter von 11 bis 70 Jahren behandelt, darunter auch einige Männer. Mehr als 35 medizinische Fachkräfte und über 200 psychologisch geschulte Mitarbeiter aus 20 Partnerorganisationen betreuen die Gewaltopfer und organisieren Workshops zur Sensibilisierung.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Kongo 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 17.11.2006 - 06:47 Uhr
 
UNHCR: Bleiberecht - Abschiebungen potenziell Begünstigter aussetzen
 
 
(Berlin). Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) appelliert an die Länderinnenminister, für die Dauer des Gesetzgebungsverfahrens auf Abschiebungen der potenziell Begünstigten einer Bleiberechtsregelung zu verzichten.
 
Der UNHCR-Regionalvertreter für Deutschland, Österreich und die Tschechische Republik Gottfried Köfner sagte heute in Berlin, UNHCR begrüße grundsätzlich die von der Regierungskoalition erzielte Einigung zum Bleiberecht. "Alle Beteiligten haben nun die große Chance, das Flüchtlingsschicksal von Zehntausenden von schutzbedürftigen Menschen im gesamtgesellschaftlichen Konsens zu beenden."
 
Den unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt mit einer zweijährigen Aufenthaltserlaubnis zu verknüpfen, würde für die Betroffenen nach vielen Jahren der Unsicherheit endlich eine Integrationsperspektive schaffen. Dies sei nicht zuletzt auch im Interesse Deutschlands, da die Betroffenen oftmals weiterhin schutzbedürftig seien und somit auf absehbare Zeit nicht in ihre Heimat zurückkehren könnten.
 
Er hoffe, so Köfner weiter, mit einer einheitlichen bundesgesetzlichen Regelung sei nun auch der Vorschlag vom Tisch, Angehörige einer bestimmten Nationalität, namentlich Iraker, pauschal von einer Bleiberechtsregelung auszuschließen. Köfner bekräftigte, für diese Ausgrenzung gebe es keinen erkennbaren sachlichen Grund.
 
Mit Blick auf die Bleiberechts-Kriterien Aufenthaltsdauer und Arbeitsplatz plädierte der UNHCR-Vertreter zudem dafür, humanitäre Öffnungsklauseln für Alleinerziehende, Schwerkranke und unbegleitete Minderjährige zu schaffen. Diese Gruppen seien besonders schutzbedürftig.
 
Köfner appellierte an die Verantwortlichen von Bund und Ländern, das geplante Gesetz zum Bleiberecht zügig zu verabschieden. Um in Zukunft Kettenduldungen zu vermeiden, sei es auch notwendig, Änderungen an der bestehenden Rechtslage vorzunehmen. Bei der Entscheidung, ob jemand eine Aufenthaltserlaubnis erhält, müsse die Frage der Zumutbarkeit einer Rückkehr stärker berücksichtigt werden. Als ausschlaggebende Kriterien nannte Köfner die Dauer des Aufenthalts, das Alter der Betroffenen, die soziale Verwurzelung in Deutschland sowie die Lage in den Herkunftsländern.
 
Originaltext: Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR)
 
Quelle/ ViSdP.: UNHCR Deutschland, Stefan Telöken

 
Mitteilung vom 16.11.2006 - 15:18 Uhr
 
UNHCR zu IMK/Bleiberecht
 
 
(Berlin). Der Beschluss der Innenministerkonferenz (IMK) zum Bleiberecht sei ein "erster Schritt in die richtige Richtung", so Gottfried Köfner, UNHCR-Regionalvertreter für Deutschland, Österreich und die Tschechische Republik in einer ersten Reaktion. "Weitere Schritte müssen jedoch folgen."
 
Der Vertreter des UN-Flüchtlingskommissariats erklärte, es sei positiv zu bewerten, dass einem Teil der langjährig geduldeten Flüchtlinge in Deutschland sofort eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werde. Es bleibe aber abzuwarten, ob viele weitere Betroffene in der Praxis tatsächlich die Möglichkeit hätten, eine Aufenthaltserlaubnis durch Nachweis eines verbindlichen Arbeitsangebotes bis September 2007 zu erhalten.
 
Köfner begrüßte, dass der Beschluss der Innenminister Sonderregelungen für humanitäre Härtefälle enthalte. Diese seien allerdings nicht verbindlich, sondern als Ermessensentscheidungen formuliert. Der UNHCR-Vertreter appellierte an die verantwortlichen Behörden, diesen Spielraum großzügig zu nutzen.
 
Der UNHCR-Vertreter erklärte, das bevorstehende Gesetzgebungsverfahren zum Bleiberecht biete die Möglichkeit, noch offene Fragen im Sinne der Betroffenen zu lösen. Von zentraler Bedeutung sei es nun, mit dem angekündigten Bundesgesetz eine umfassende Lösung für alle potenziell Begünstigten zu erzielen. Hierzu sei es notwendig, den unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt mit einer Aufenthaltserlaubnis zu verknüpfen, so wie es die Koalitionsvereinbarung vorsehe.
 
Der UNHCR-Vertreter wertete es darüber hinaus als positives Signal, dass die Innenminister darauf verzichtet hätten, in ihrem Beschluss Angehörige bestimmter Nationalitäten, wie z. B. Iraker, ausdrücklich von einem Bleiberecht auszuschließen.
 
Originaltext: Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR)
 
Quelle/ ViSdP.: UNHCR Deutschland, Stefan Telöken

 
Mitteilung vom 13.11.2006 - 10:28 Uhr
 
Gesundheitstipps für den Winter
Malteser: Weniger Glühwein, mehr Kraut & Co
 
 
(Köln). Die Zeit der Advents- und Weihnachtsmärkte beginnt – mit Kerzen, Plätzchen und besinnlichen Liedern. Sehr beliebt bei vielen Besuchern auch: Ein bißchen Glühwein zum Aufwärmen. Doch Vorsicht: „Wer Glühwein als flüssige Heizung für den eigenen Körper missbraucht, geht ein gesundheitliches Risiko ein“, warnt Dr. Rainer Löb, Bundesarzt des Malteser Hilfsdienstes. „Glühwein weitet zwar die Blutgefäße, was eine angenehme Wärme suggeriert. Tatsächlich kühlt der Körper durch zuviel Glühwein jedoch aus.“ Zum Aufwärmen sei in jedem Fall warmer Tee mit Zucker das bessere Getränk.
 
Generell rät Löb jedem Weihnachtsmarktbesucher, sich vorher warm genug anzuziehen und auch auf festes Schuhwerk zu achten. Denn: „Gerade auf ungestreuten Wegen mit Glatteis kommt man sonst ungewollt in Schwung!“ Einen besonderen Tipp hat Dr. Löb noch parat für die richtige Ernährung im Winter – jenseits der fettigen Weihnachtsmarkt-Klassiker wie Reibekuchen und Bratwurst: „Wer die Obst- und Gemüsesorten der Saison isst, kann so manchen Erkältungskrankheiten ein Schnippchen schlagen! Mit Kraut & Co und allem, was man daraus zubereiten kann, kommt man fit und gesund durch den Winter.“
 
Zu den klassischen Wintergemüsen, so Löb, zählen die Kohlsorten wie Rot-, Grün- und Weißkohl, Wirsing sowie Rosenkohl , aber beispielsweise auch Kürbis, Lauch und Zwiebeln. Diese Gemüsesorten seien – gerade im Winter, wenn die Jahreszeit nicht so viel „Frisches“ hergebe – besonders wertvoll. Speziell die Kohlarten enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und tragen wesentlich zur Bedarfsdeckung mit Ballaststoffen bei.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 09.11.2006 - 16:15 Uhr
 
UNHCR: Viele Tote und Flüchtlinge nach Angriffen im Ost-Tschad
 
 
(Berlin). Bei Angriffen auf mehrere Dörfer im Südosten des Tschad sind ersten Berichten zufolge wahrscheinlich über 200 Menschen getötet und Hunderte vertrieben worden. Die Dörfer nahe der Grenze zur sudanesischen Region Darfur wurden von bewaffneten Reitern angegriffen, geplündert und gebrandschatzt, wie Mitarbeiter des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) vor Ort erfuhren.
 
Die Angriffe auf die Dörfer Bandicao, Badia, Neweya, Kerfi, Agourtoulou, Abougsoul und Djorlo begannen am 4. November. Am 8. November sollen auch die Dörfer Tamadjour und Loubitegue angegriffen worden sein.
 
UN-Flüchtlingskommissar António Guterres forderte sofortiges Handeln und internationale Unterstützung, um der wachsenden Gewalt Einhalt zu gebieten.
 
"Wir sind zutiefst alarmiert durch die Brutalität im Ost-Tschad, der bereits mit der Aufnahme von mehr als 218.000 Flüchtlingen aus Darfur bewältigen muss. Wir warnen seit Monaten, dass der Konflikt in Darfur die ganze Region zu destabilisieren droht. Wir unterstützen die Forderung nach einer internationalen Präsenz im Ost-Tschad und nach größeren Anstrengungen des Tschad, die Sicherheit in der Region zu bewahren", sagte Guterres. Seine Forderung steht im Einklang mit einer Resolution des UN-Sicherheitsrats vom August 2006.
 
UNHCR ist besorgt, dass die sich verschlechternde Sicherheitslage im Ost-Tschad seine humanitären Hilfsprogramme gefährden könnte.
 
Mitarbeiter der Organisation machen sich derzeit im Südosten des Landes ein genaues Bild von der Situation, aber erste Berichte lassen darauf schließen, dass 220 Menschen bei den Angriffen in dieser Woche umgebracht wurden. Viele Verwundete sind noch in ihren Heimatdörfern, da es keine Transportmöglichkeiten zu den nächsten Kliniken gibt.
 
Ein UNHCR-Team erreichte am Mittwoch die Ruinen des Dorfes Djorlo, das am Dienstagmorgen von 200 berittenen Angreifern niedergebrannt worden war. Überlebende berichteten, die Angreifer seien Angehörige benachbarter arabischer Stämme gewesen. Sie hätten von den 800 Einwohnern Djorlos 36 umgebracht und 22 verwundet. Die Verletzten konnten erst am folgenden Nachmittag per Ambulanz in das Krankenhaus der Stadt Goz Beida gebracht werden, während die Toten in vier Massengräbern beerdigt wurden.
 
Im vergangenen Jahr flohen nach Schätzungen 63.000 Tschader vor der Gewalt zwischen den Ethnien im Osten des Landes.
 
UNHCR versorgt 15.000 Flüchtlinge aus Darfur im Lager Djabal nahe Goz Beida und 18.000 weitere in Goz Amir bei Koukou. Insgesamt unterstützten UNHCR und seine Partner 218.000 Darfur-Flüchtlinge in 12 Lagern im östlichen Tschad.
 
Originaltext: Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR)
 
Quelle/ ViSdP.: UNHCR Deutschland, Stefan Telöken

 
Mitteilung vom 09.11.2006 - 10:39 Uhr
 
UNHCR: Iraker nicht vom Bleiberecht ausschließen
 
 
(Berlin). Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) appelliert an die Innenministerkonferenz, auch geduldeten irakischen Flüchtlingen die Möglichkeit eines Bleiberechts in Deutschland einzuräumen. Zudem tritt die UN-Organisation dafür ein, den geplanten Zugang zum Arbeitsmarkt in Verbindung mit einer Aufenthaltserlaubnis zu ermöglichen.
 
Der UNHCR-Regionalvertreter für Deutschland, Österreich und die Tschechische Republik Gottfried Köfner erklärte heute in Berlin, er begrüße ausdrücklich die aktuellen Bemühungen um eine Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Ausländer in Deutschland. Unter ihnen seien viele schutzbedürftige Flüchtlinge. Dies gelte gerade auch für Iraker, die angesichts der dramatischen Lage in ihrem Heimatland keine Rückkehrperspektive hätten. Dessen seien sich auch die deutschen Behörden bewusst. "Es ist deshalb nur konsequent, auch Irakern ein Bleiberecht einzuräumen, zumal es keine erkennbaren sachlichen Gründe für einen pauschalen Ausschluss gibt", sagte Köfner.
 
In einem heute veröffentlichten Positionspapier spricht sich UNHCR zudem dafür aus, den betroffenen Flüchtlingen einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Für nicht sinnvoll hält die UN-Organisation dabei den Vorschlag, die Arbeitserlaubnis lediglich mit einer befristeten Verlängerung der Duldung zu verknüpfen. Die Betroffenen würden so weiterhin in Unsicherheit über ihre Zukunft leben. Zudem würde eine solche Aufwertung der Duldung mit der Intention und Systematik des Zuwanderungsgesetzes nicht übereinstimmen.
 
UNHCR setzt sich zudem dafür ein, bei einer sogenannten Stichtagsregelung zu berücksichtigen, dass auch jene Flüchtlinge einen Chance auf ein Bleiberecht haben, die in den ersten Monaten nach Beendigung des Kosovo-Krieges (Juni 1999) aus Furcht vor Racheakten ihre Heimat verlassen mussten.
 
Darüber hinaus spricht sich die UN-Organisation u.a. dafür aus, humanitäre Öffnungsklauseln für Alleinerziehende, unbegleitete Minderjährige und Schwerkranke zu ermöglichen, die kaum in der Lage seien, die Voraussetzung wirtschaftlicher Selbständigkeit zu erfüllen.
 
Originaltext: Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR)
 
Quelle/ ViSdP.: UNHCR Deutschland, Stefan Telöken

 
Mitteilung vom 09.11.2006 - 10:39 Uhr
 
Karnevalssession ab 11.11. 2006
Malteser: „Keinen Alkoholverkauf an Kinder und Jugendliche!“
 
 
(Köln). Zum Beginn der Karnevalssession am Samstag, 11. November, appellieren die Malteser an Kioskbesitzer und Schankbetriebe: „Keinen Alkoholverkauf an Kinder und Jugendliche!“ Die Gesundheit der jungen Leute sei wichtiger als der finanzielle Gewinn und müsse unbedingt geschützt werden, so Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes. Dies gelte auch und gerade zu einer Zeit, wo die gesellschaftliche Toleranz gegenüber dem Alkoholkonsum zunehme. „So schön die fünfte Jahreszeit auch ist – wir behandeln bei Karnevalseinsätzen immer öfter Alkoholopfer, die gerade mal 11 Jahre alt sind“, warnt Heereman.
 
Der Appell Heeremans richtet sich auch an Eltern und Lehrer: „Wir dürfen uns nicht mit dem jugendlichen Trend zum übermäßigen Alkoholgenuss, genannt ‚Koma-Saufen’, abfinden, stattdessen müssen wir deutlicher über die Risiken des Alkoholmissbrauchs aufklären!“ Das sei keine „autoritäre Spielverderberei“, sondern eine Form von „Zivilcourage aus Liebe zu nachwachsenden Generationen“.
 
Heereman erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Zahl der Alkoholabhängigen in Deutschland auf 4,3 Millionen geschätzt wird. Die Kosten durch alkoholbedingte Krankheiten betrügen nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 20 Milliarden Euro im Jahr.
 
Die Malteser sind seit vielen Jahrzehnten in Karnevalshochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz sowie in anderen jecken Städten sanitätsdienstlich im Einsatz.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 07.11.2006 - 15:09 Uhr
 
Vietnam
Malteser leisten Nothilfe für Taifun-Opfer
 
 
(Köln/Danang). Die Malteser verteilen Lebensmittel, Decken und Wellblech an die Opfer des Taifuns Xangsane in Zentralvietnam. „Der Wirbelsturm hat Anfang Oktober mindestens 18.000 Häuser in Schutthaufen verwandelt, Hunderttausende haben kein Dach mehr über dem Kopf“, berichtet Cordula Wasser, die Vietnam-Referentin der Malteser: „Die Situation ist dramatisch. Besonders die Bauern auf dem Land sind von Hunger, Kälte und Krankheiten bedroht.“
 
Die Malteser versorgen 1.360 arme Familien in den Provinzen Danang und Quang Nam mit Reis, Öl, Moskitonetzen und Decken. Die Bedürftigsten werden bei der Instandsetzung ihrer Dächer unterstützt. Das Projekt mit einem Umfang von mehr als 75.000 Euro wird vom Auswärtigen Amt finanziert.
 
Der Taifun Xangsane verwüstete am 1. Oktober weite Teile der Philippinen und Vietnams. In Vietnam starben mindestens 69 Menschen, Zehntausende wurden obdachlos. Die Malteser sind seit 1966 in Vietnam aktiv. Seit 1999 leisteten sie dreimal Nothilfe nach Überschwemmungen und Stürmen.
 
Derzeit setzen die Malteser zusammen mit der vietnamesischen Frauenunion ein Projekt zur Armutsbekämpfung und Gesundheitsvorsorge um. Sie schulen das Personal von Gesundheitseinrichtungen, halten Ernährungskurse für Frauen in den Dörfern und fördern das Kleingewerbe und die Landwirtschaft.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Vietnam 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 06.11.2006 - 11:31 Uhr
 
40 Jahre nach Vietnam-Einsatz
Malteser: Jubiläumsmedaille für Peter Scholl-Latour
 
 
(Köln/Ehreshoven). Der renommierte Journalist, Autor und Publizist Peter Scholl-Latour wird am kommenden Samstag, 11. November 2006, mit der Malteser Jubiläumsmedaille ausgezeichnet.
 
Die Verleihung findet im Rahmen des Vietnam-Veteranen-Treffens des Malteser Hilfsdienstes in der Malteser Kommende in Ehreshoven bei Köln statt. „Wir zeichnen mit Peter Scholl-Latour einen Menschen aus, der sich wie kaum ein anderer Journalist für die Verständigung zwischen Ländern und Kulturen eingesetzt hat. Oft auch unter persönlicher Gefahr, wie etwa als Korrespondent in Vietnam, wo er 1973 in Vietcong-Gefangenschaft geriet“, würdigt Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, den Auszuzeichnenden.
 
Die Malteser waren von 1966 bis 1975 im Auftrag der Bundesregierung in Vietnam tätig. Insgesamt 303 Mitarbeiter, darunter Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, leisteten humanitäre Hilfe für südvietnamesische Verwundete und die Zivilbevölkerung. Dabei kam ein Malteser Mitarbeiter bei einem Granatwerfer-Überfall ums Leben. Fünf weitere Mitarbeiter wurden später von einer Vietcong-Einheit entführt. Drei der Entführten verstarben, zwei wurden freigelassen.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 03.11.2006 - 12:56 Uhr
 
UNHCR: Massenexodus im Irak. Kaum Geld für humanitäre Hilfe
 
 
(Berlin). Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) zeigt sich alarmiert über die humanitäre Situation im Irak.
 
Hunderttausende müssen vor der wachsenden Gewalt in weiten Teilen des Landes fliehen. Der Exodus heute ist größer als jener, den UNHCR im Jahr 2003 als direkte Folge eines Krieges befürchtet hatte. Anders als vor drei Jahren stehen jedoch jetzt kaum finanzielle Mittel zur Verfügung, um der dramatisch wachsenden Zahl der Flüchtlinge in der Region helfen zu können.
 
Lediglich 60 Prozent des ohnehin geringen UNHCR-Budgets von 23,7 Millionen Euro für die Irak-Hilfe sind derzeit gesichert. Wichtige Aktivitäten mussten bereits mangels finanzieller Mittel eingestellt werden. UNHCR ruft die internationale Staatengemeinschaft dringend dazu auf, humanitäre Hilfsprogramme im Irak und in den Nachbarländern verstärkt zu unterstützen.
 
Die Zahl der Binnenvertriebenen im Irak liegt nach jüngsten Schätzungen von UNHCR bei mindestens 1,6 Millionen. In anderen Ländern der Region halten sich bis zu 1,8 Millionen Iraker auf. Viele dieser Iraker flohen bereits vor 2003, aber die Zahl der Iraker, die wegen des derzeitigen Konflikts das Land verlassen, nimmt stark zu.
 
UNHCR geht zudem davon aus, dass allein in diesem Jahr 425.000 Iraker innerhalb des Landes aufgrund der Gewalt zwischen den Bevölkerungsgruppen vertrieben wurden und sich die Zahl der Binnenvertriebenen jeden Monat um etwa 50.000 erhöht.
 
Wie viele Iraker außerhalb des Landes Schutz gesucht haben, kann nur grob geschätzt werden. So sollen 700.000 Iraker in Jordanien leben, mindestens 600.000 in Syrien, mindestens 100.000 in Ägypten, 20.000 bis 40.000 im Libanon sowie 54.000 im Iran.
 
Mit 8.100 Asylanträgen im ersten Halbjahr 2006 steht der Irak zudem an der Spitze der Herkunftsländer von Asylsuchenden in Europa. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der irakischen Asylbewerber in 36 Industriestaaten um 50 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr kehrten noch 50.000 Iraker in ihr Heimatland zurück.
 
Originaltext: Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR)
 
Quelle/ ViSdP.: UNHCR Deutschland, Stefan Telöken

 
Mitteilung vom 03.11.2006 - 10:31 Uhr
 
Alt-Handys: Ein neuer Weg, zu helfen
Sammelaktion von Maltesern und E-Plus:
Schon über eine halbe Million Umschläge verteilt
 
 
(Köln/Düsseldorf). Seit diesem Sommer sammeln der Malteser Hilfsdienst und der Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber E-Plus gemeinsam Alt-Handys. Bisher sind bundesweit schon über eine halbe Million Umschläge verteilt worden. "Damit können Alt-Handys - gleich welcher Marke und jeden Alters - portofrei per Post an den Verwerter geschickt werden", erklärt Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Ehrenamtlicher Präsident des Malteser Hilfsdienstes. Die Einsendungen werden dann umweltgerecht recycelt oder wiederverwendet.
 
"Ein neuer und toller Weg, zu helfen", so Brandenstein. Denn: Den Erlös für die Alt-Handys stellt E-Plus vollständig der Aktion "Lebensfreunde" der Malteser zur Verfügung: einem Pool von besonders drängenden ehrenamtlichen Projekten, wie Besuchs- und Betreuungsdienst, Behindertenarbeit, Familiendienst, Schulsanitätsdienst oder Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung. Die Umschläge gibt es in den rund 750 Dienststellen der Malteser und in allen Shops von E-Plus.
 
Die Sammelaktion läuft noch bis zum 31. Dezember 2007: "Ich bin überzeugt, dass in vielen Schubladen Deutschlands noch viele, viele unbenutzte Handys schlummern. Geben Sie sich und Ihrem Handy also einen Ruck und helfen Sie uns mit, zu helfen", appelliert Brandenstein an die deutsche Bevölkerung. "Schließlich tut man als Handy-Spender auch etwas für die Umwelt und schont wertvolle Ressourcen!"
 
Mehr Infos unter: www.malteser-sammeln-handys.de


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 26.10.2006 - 13:37 Uhr
 
Malteser Hilfsdienst für Paraguay
 
 
(Köln). Heute emfping Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Luis Alberto Castiglioni, Vizepräsident der Republik Paraguay, im Generalsekretariat der Malteser in Köln.
 
Ziel des inoffiziellen Besuches war es, die zahlreichen Aktivitäten der deutschen Malteser kennen zu lernen und auch von Ihnen zu lernen. Besonders im Bereich des Sanitätsdienstes möchte Castiglioni den Malteser Hilfsdienst in Paraguay (SEMA - Servicio Emergencia Malta) weiter aufbauen.
 
"Besonders beeindruckt mich in der Ausbildung der Malteser nicht nur die Vermittlung von professionellem und praktischem Wissen, sondern gerade die damit verbundene Erläuterung der christlichen Werte", so Castiglioni. Der stellvertretende Staatschef des Südamerikanischen Staates befindet sich privat in Deutschland und hat in seiner Heimat verschiedene Malteser Projekte vorwärts gebracht.
 
So ist es Castiglioni zu verdanken, dass der Erste-Hilfe-Posten sowie das Gesundheitszentrum für Kinder in San Lorenzo, zehn Kilometer von der Hauptstadt Asunción entfernt, umgestaltet und die Arbeit des Malteser Rettungsdienstes in Paraguay deutlich verbessert wurde.
 
Rund 50 ehrenamtliche Malteser Helferinnen und Helfer sind derzeit in San Lorenzo und mit zwei mobilen Zahnkliniken für Indianer und besonders Bedürftige im Einsatz. Als souveränes Subjekt des Völkerrechts unterhält der Malteserorden zu 96 Staaten diplomatische Beziehungen, seit 1952 auch zur Republik Paraguay.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Paraguay 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 26.10.2006 - 08:59 Uhr
 
Malteser Rettungsdienst:
Qualität trotz Kostendruck
 
 
(Köln). Bei der jährlich stattfindenden Kontrolle durch externe Prüfer ist dem Malteser Rettungsdienst erneut eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 gelungen: die Prüfer bescheinigen den Maltesern hohes fachliches Wissen und hervorragende Motivation. "Zudem haben die Malteser das beste Qualitätsmanagementsystem im Rettungsdienst und eines der besten QM-Systeme überhaupt, das ich kenne", teilte der externe Prüfer Harald Sieber von der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsmanagementsysteme dem bundesweit für den Malteser Rettungsdienst Verantwortlichen, Dr. Klaus Runggaldier, mit.
 
Sieber hob besonders hervor, dass der Patient bei den Maltesern im Mittelpunkt steht. Gerade die neuen medizinischen Versorgungsstandards würden zum Wohl des Patienten angewandt.
 
"Wir legen eben trotz steigenden Kostendrucks größten Wert auf Qualität, denn schließlich geht es in unserem Job oft um Menschenleben", so Runggaldier.
 
Zu den Qualitätsstandards des Malteser Rettungsdienstes, die eine bessere Versorgung der Patienten garantieren, zählen unter anderem die systematische Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften und die bundesweite Verwendung eines einheitlichen Qualitätsmanagement-Handbuchs. Auch strikte standardisierte Regelungen zum Umgang mit Arzneimitteln und Medizinprodukten, zur Arbeitssicherheit und zur Hygiene und Desinfektion steigern die Sicherheit für den Patienten. Die stetige Verbesserung des Informationsaustausches auf allen Ebenen sowie die verbesserte Zufriedenheit der Patienten und Mitarbeiter ist den Maltesern ebenfalls ein entscheidendes Anliegen.
 
An 168 Rettungswachen sind bundesweit für den Rettungsdienst der Malteser mehr als 5.000 Mitarbeiter tätig, davon rund 1.500 im Ehrenamt. Insgesamt werden jedes Jahr mehr als 540.000 Einsätze vom Malteser Rettungsdienst absolviert - alle 58 Sekunden rückt ein Malteserfahrzeug zu einem Notfall aus.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 24.10.2006 - 15:55 Uhr
 
Malteser zur Gesundheitsreform:
Ausgabenabschlag im Rettungsdienst ist grober Unfug
 
 
(Köln). Als groben wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Unfug werten die Malteser den Rettungsdienst betreffende Änderungen durch die Gesundheitsreform. Unter dem Punkt "Fahrtkosten" für Rettungsfahrten wird ein Ausgabenabschlag in Höhe von drei Prozent an die Krankenkassen vorgesehen. Dazu Karl zu Löwenstein, Geschäftsführer der Malteser Hilfsdienst gGmbH: "Wer dies verlangt, mutet dem Bürger automatisch Qualitätseinbußen zu. Patienten zu versorgen, Fahrzeuge auszustatten und das Personal hochqualifiziert auszubilden, wird auf diese Weise immer schwieriger." Und zwar bundesweit, unabhängig vom Abrechnungs- und Finanzierungssystem.
 
In den Bundesländern, bei denen für den Rettungsdienst der Kosten-/Leistungsnachweis gilt, werden nur die tatsächlich anfallenden Kosten abgerechnet: "Im Falle eines Ausgabenabschlags würden die Leistungserbringer unweigerlich auf drei Prozent der Kosten sitzen bleiben, egal wie wirtschaftlich sie arbeiten", so Löwenstein. Das könne nur zu Defiziten führen. Zudem sei es rechtlich und politisch fragwürdig, dass letztlich dann Spender und Förderer für öffentliche Aufgaben aufkommen müssten. In den Bundesländern, wo die Leistung offen ausgeschrieben und pauschal abgerechnet wird, so Löwenstein weiter, würde die Abgabe dazu führen, sie bereits im Vorfeld in das Angebot mit einzukalkulieren. "Für die Sozialversicherung wird dadurch kein Cent gewonnen! Es entsteht lediglich ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand, der die Gesamtkosten antreibt."
 
Löwenstein schlägt vor - statt des drei-prozentigen Abschlag-Unfuges - beispielsweise eher Anreize über Pauschalierungen zu schaffen, die zu weiterer Steigerung der Effizienz anspornen könnten.
 
Im Auftrag von Kommunen und Kreisen betreiben die Malteser bundesweit 168 Rettungswachen mit 5.000 Mitarbeitern und 600 Fahrzeugen. Seit zehn Jahren arbeiten die Malteser als bislang einzige Hilfsorganisation nach einem bundesweit einheitlichen Qualitätsmanagementsystem im Rettungsdienst.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 20.10.2006 - 10:15 Uhr
 
23. Oktober: Beginn Volksaufstand in Ungarn 1956
Malteser erinnern an ersten Auslandseinsatz:
"Die Flüchtlinge robbten über den zugefrorenen See"
 
 
(Dahlem/Neu-Ulm). Zum 50. Jahrestag des Ungarischen Volksaufstands am 23. Oktober erinnern die Malteser an ihren ersten Auslandseinsatz. "Wir haben nach der Niederschlagung des Aufstands in mehreren Lagern in Österreich die entkräfteten Flüchtlinge behandelt und Lebensmittel verteilt", erzählt Winfried Weiss aus Dahlem (Eifel), der sechs Wochen lang ehrenamtlich im Einsatz war: "Manchmal mussten wir im Grenzgebiet sogar Flüchtlinge suchen, die unterwegs zusammengebrochen waren."
 
"Besonders viele Ungarn kamen nachts über den zugefrorenen Neusiedler See", berichtet Albert Hellendahl aus Neu-Ulm: "Sie sind auf Ellenbogen und Knien über das Eis gerobbt, um nicht von den sowjetischen Soldaten entdeckt zu werden. Manche hatten so schlimme Erfrierungen, dass ihnen unsere Ärzte einen Teil des Gewebes wegschneiden mussten." Zwei der Malteser-Helfer hätten deshalb versucht, den Flüchtlingen mit einem provisorischen Sanitätswagen auf dem Eis entgegenzukommen: "Sie sind aber von einer sowjetischen Patrouille entdeckt und vorübergehend festgenommen worden."
 
Winfried Weiss, damals Schriftsetzer-Lehrling in Köln, war im November und Dezember 1956 in Lagern in Eisenstadt und in Nikitsch im südlichen Burgenland im Einsatz. Albert Hellendahl, der damals ebenfalls in Köln wohnte, opferte für den Einsatz in Eisenstadt seinen Jahresurlaub.
 
Von November 1956 bis Januar 1957 versorgten 45 Ärzte, Helferinnen und Helfer der Malteser mit zwei Sanitätswagen ungarische Flüchtlinge. Sie nahmen mehr als 13.000 Hilfeleistungen vor und gaben an 11.600 Flüchtlinge Lebensmittel aus. Schon im Oktober 1956, während des Aufstands, konnte ein Malteser Krankenwagen bis Budapest fahren, wo er Medikamente und Verbandsmaterial an kirchliche Stellen verteilte. Der Einsatz war der erste Auslandseinsatz des 1953 gegründeten Malteser Hilfsdienstes. Über 200.000 Ungarn flohen nach dem Aufstand ins westliche Ausland.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 13.10.2006 - 13:33 Uhr
 
UNHCR: Über 1,5 Millionen Binnenvertriebene im Irak
 
 
(Berlin). Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) ist zunehmend besorgt über die sich rasch verschlechternde humanitäre Situation für Hunderttausende von entwurzelten Irakern, innerhalb und außerhalb ihres Heimatlandes.
 
Die irakische Regierung, UNHCR und seine Partnerorganisationen schätzen, dass es nun mehr als 1,5 Millionen Binnenvertriebene im Land selbst gibt. Allein 350.000 Menschen sind seit dem Bombardement von Samara im Februar dieses Jahres aus ihren Häusern und Wohnorten geflohen. Immer mehr Iraker suchen auch Zuflucht in den Nachbarländern und im weiteren Ausland. UNHCR schätzt, dass derzeit bis zu 1,6 Millionen Iraker außerhalb ihres Heimatlandes leben, die meisten in Jordanien (500.000) und in Syrien (450.000). Viele von ihnen sind seit 2003 geflohen. UNHCR-Mitarbeiter berichten, dass in Syrien inzwischen mindestens 40.000 Iraker pro Monat eintreffen.
 
Zehntausende von Irakern haben auch Zuflucht in der Türkei, Ägypten, den Golfstaaten und in Europa gesucht. Mit 8.100 Asylanträgen im ersten Halbjahr 2006 steht der Irak an der Spitze der Herkunftsländer von Asylsuchenden in Europa. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der irakischen Asylbewerber in 36 Industriestaaten um 50 Prozent gestiegen. Im letzten Jahr sind noch 50.000 Iraker in ihr Heimatland zurückgekehrt. In diesem Jahr waren es lediglich 1.000.
 
Die irakische Regierung schätzt, dass pro Monat 50.000 Iraker ihre Heimatorte verlassen. In einigen Gouvernaten hat sich die Zahl der Binnenvertriebenen innerhalb eines Jahres verzehnfacht. Der enorme Bedarf an Hilfe für diese Menschen, die anhaltende Gewalt und die damit verbundenen Schwierigkeiten beim Zugang zu den Betroffenen stellen ein Problem dar, dessen Bewältigung weit über die Kapazitäten von Hilfsorgansationen hinausgeht.
 
Tausende von Binnenvertriebenen ohne familiäre Bindungen oder Geld leben in öffentlichen Gebäuden und Schulen, in hastig improvisierten Notunterkünften und von der Regierung eingerichteten Lagern, die vom irakischen Roten Halbmond betreut werden. Wer in ein anderes Gouvernat flieht, hat Schwierigkeiten, irgendeine Hilfe zu erhalten. Die Betroffenen haben oftmals keine Papiere und eine Registrierung bei den örtlichen Behörden kann Monate dauern. Binnenvertriebene Frauen und Kinder sind zunehmend in Gefahr, ausgebeutet und missbraucht zu werden.
 
Die Bereitschaft in den Nachbarländern, die irakischen Flüchtlinge aufzunehmen, hat spürbar nachgelassen. Zwar werden sie zumeist noch toleriert, doch bei der erlaubten Dauer des Aufenthalts und den Visaverlängerungen gibt es zunehmend Beschränkungen. Für die gestiegenen Mietpreise in den Nachbarländern werden die Iraker verantwortlich gemacht. Nahrungsmittel sind ebenfalls teurer geworden, Gesundheitseinrichtungen und Schulen in einigen Regionen bereits überfüllt.
 
UNHCR appeliert an die Nachbarstaaten, den Irakern weiterhin ihre Gastfreundschaft und Schutz zu gewähren und an die anderen Staaten, bei der Bewältigung der Belastungen zu helfen.
 
UNHCR hat für sein Irak-Hilfsprogramm in diesem Jahr erst 20 der eigentlich vorgesehenen 29 Millionen US-Dollar erhalten.
 
Originaltext: Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR)
 
Quelle/ ViSdP.: UNHCR Deutschland, Stefan Telöken

 
Mitteilung vom 10.10.2006 - 11:56 Uhr
 
Malteser Hospizkampagne
Start am Welt-Hospiztag 14. Oktober 2006
"Alternative zur aktiven Sterbehilfe"
 
 
(Köln). Am Samstag, 14. Oktober, startet die bundesweite Informationskampagne der Malteser zum Thema Hospizarbeit und Palliativmedizin. Titel: "Würde ist für mich: ...". "Viele Menschen wissen noch nicht, dass die Malteser auch auf diesem Gebiet für sie da sind. Medizinisch und menschlich. Denn: Malteser Mitarbeiter schenken Nähe und Zuwendung, die auf einer klaren werteorientierten Grundhaltung fußt. Die beste Alternative zur aktiven Sterbehilfe", sagt Elisabeth Freifrau von Spies, zweite Vorsitzende des Beirats der Malteser Hospizarbeit & Palliativmedizin, die selbst ein Hospiz aufgebaut und geleitet hat.
 
Als geradezu "zynisch" empfindet Baronin Spies die jüngsten Vorstöße von Sterbehilfevereinen, den durch sie garantiert erfolgreichen Selbstmord als kostensparend für das Gesundheitssystem darzustellen. Nach dem Motto: Gescheiterte Selbstmorde mit gravierender Krankheitsfolge kosten das Gesundheitssystem Millionen von Euro, Sterbehilfevereine verhindern das. "Diese Argumentation kann man guten Gewissens als "Den Teufel mit Beelzebub austreiben"-Theorie bezeichnen", so Spies.
 
Expertentelefon: Freifrau von Spies wird zusammen mit Experten am Freitag, 13. Oktober 2006, von 15 bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 0221 - 98 22 690 Fragen zur Malteser Hospizarbeit und Palliativmedizin beantworten.
 
Die Malteser verfügen über 80 Hospizdienste und Palliativeinrichtungen an 55 Standorten.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 16.10.2006 - 09:57 Uhr
 
Tag der Katastrophenvorbeugung: Pandemiegefahr
Malteser fordern bessere Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung
 
 
(Köln). Besorgt über die anhaltende Gefahr einer Pandemie, etwa durch ein Influenza-Virus, äußert sich der Katastrophenschutz-Experte des Malteser Hilfsdienstes, Benedikt Liefländer: "Wir fordern jetzt vorbeugend zu einem Pandemie-Ausbruch eine gezielte Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung. Es reicht nicht aus, den Medikamentenvorrat aufzustocken und die Kapazitäten der Krankenhäuser zu berechnen. Jeder Bürger muss ein Grundwissen erwerben, wie er Erkrankte zuhause versorgen kann. Am besten wären 'Erste Hilfe Kurse für den Pandemie-Fall/Grundlagen in der Pflege', die für jeden Bürger Pflicht sind."
 
Derartig spezifische Kurse seien bisher bei den Vorsorgemaßnahmen des Bundes überhaupt nicht berücksichtigt, so Liefländer. "Dabei wäre der Bund gut beraten, wenn er sich bei der Umsetzung eines solchen Programms auf die Hilfsorganisationen besinnen würde." Auch die Rahmenbedingungen zur Mitwirkung von Ehrenamtlichen in einer akuten Gefahrenlage müssten deutlich verbessert werden. "Wenn der Pandemie-Fall eintritt, brauchen wir dringend geschulte Pflegehilfskräfte, die das medizinische und pflegerische Personal unterstützen. Beim Impfen, aber auch speziell in der Kranken- und Altenpflege." Er wisse nicht, so Liefländer weiter, woher im Notfall diese Hilfskräfte kommen sollten.
 
Laut immer noch aktuellem Nationalem Pandemieplan Teil III vom Juli 2005 ist mit einer Pandemie in absehbarer Zeit zu rechnen. Nach Modellrechnungen würden allein in Deutschland zwischen sechs und 22 Millionen Menschen an Influenza erkranken. Schätzungsweise bis zu 600.000 Patienten müssten stationär behandelt werden.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 09.10.2006 - 11:40 Uhr
 
Malteser Hospizkampagne
Bundesweiter Start am Welt-Hospiztag 14. Oktober 2006
 
 
(Köln). Am 14. Oktober, dem Welt-Hospiztag, starten die Malteser eine bundesweite Informationskampagne zum Thema Hospizarbeit und Palliativmedizin.
 
Titel: "Würde ist für mich: ...". "Wir wollen mit dieser Kampagne den christlich-ethischen Anspruch der Malteser Hospizarbeit und Palliativmedizin deutlich machen: Den Einsatz unserer vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter für ein menschenwürdiges Leben und Sterben", sagt Elisabeth Freifrau von Spies, zweite Vorsitzende des Beirats der Malteser Hospizarbeit & Palliativmedizin. "Viele Menschen wissen noch nicht, dass die Malteser auch auf diesem Gebiet für sie da sind. Medizinisch und menschlich. Denn: Malteser Mitarbeiter schenken Nähe und Zuwendung, die auf einer klaren werteorientierten Grundhaltung fußt. Die beste Alternative zur aktiven Sterbehilfe."
 
So zeigen die vier Motive der Plakatserie "Würde ist für mich: ..." Menschen in Situationen, die auf den ersten Blick unbeschwert wirken: eine Frau vor der Geburt ihres zweiten Kindes, einen fröhlichen Teenager, ein verliebtes Paar, ein sportlicher älterer Mann. "Mit persönlichen Reflexionen zum Thema Würde vermitteln wir dazu eine tiefere Dimension", so Freifrau von Spies weiter. "Jede der abgebildeten Personen hat nämlich einen ihr nahe stehenden Menschen verloren und dabei erfahren: Wir sind nicht allein. Die Helfer der Malteser waren in den schweren Stunden nah und bleiben auch jetzt nah, wo das Leben weitergeht." Expertentelefon: Freifrau von Spies, die selbst ein Hospiz aufgebaut und geleitet hat, ist deshalb überzeugt, dass die Kampagne vielen Menschen Mut machen wird - Sterbenden wie Angehörigen. "Es geht nicht um die Hoffnung auf Heilung, sondern um Hoffnung auf den Erhalt der Menschenwürde, auch beim Sterben. Wenn die Menschen wissen, dass dies möglich ist, weil wir sie auf ihrem schwierigen Weg begleiten, haben wir mit unserer Kampagne viel erreicht!"
 
Fragen zur Malteser Hospizarbeit und Palliativmedizin beantworten am Freitag, 13. Oktober 2006, von 15 bis 19 Uhr unter 0221 - 98 22 690 folgende Experten: Elisabeth Freifrau von Spies, Vizepräsidentin Malteser Hilfsdienst e.V. Dr. med. Wolfgang Niesert, Facharzt für Anästhesiologie, spezielle Schmerztherapie Walter Tewes, Sozialarbeiter, ambulanter Hospizdienst Dorothee Schramm, Krankenschwester, palliative Pflege
 
Die Malteser verfügen über 80 Hospizdienste und Palliativeinrichtungen an 55 Standorten.
 
Hospizarbeit und Palliativmedizin wollen die Lebenssituation von schwerkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen verbessern. Sie stellen konsequent den sterbenden Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Dabei wird mit dem Begriff "Hospiz" (lat. hospitium = Gastfreundschaft) eine Haltung der "Gastlichkeit" für Sterbende und ihre Angehörigen und Freunde zum Ausdruck gebracht. Hinter dem Begriff "Palliativmedizin" (lat. palliare = lindern, ummanteln) steht ein ganzheitliches Konzept, den Schmerzen und anderen Begleiterscheinungen bei Sterbenden vorzubeugen oder sie zu behandeln. Schmerz wird nicht nur körperlich, sondern in seiner sozialen, psychischen und spirituellen Auswirkung verstanden und gelindert.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 05.10.2006 - 11:27 Uhr
 
Jahrestag des Erdbebens
Malteser leisten erneut Winterhilfe in Pakistan
 
 
(Köln/Muzaffarabad/Kohista). Trotz umfangreicher Hilfsprogramme in den vergangenen Monaten sind auch ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Pakistan zehntausende Opfer erneut auf Winterhilfe angewiesen. „In den schwer zugänglichen Tälern sind noch längst nicht alle Häuser wieder winterfest“, erklärt der Landeskoordinator der Malteser, Klaus Euler. „Diese Gebiete konnten nur bei günstigen Wetterbedingungen bis März 2006 mit dem Helikopter erreicht werden. Erschwerend kamen die heftigen Monsunregen und Sturzfluten im Sommer sowie Transportprobleme in die unzugänglichen Bergregionen aufgrund zerstörter Straßen hinzu.“
 
Die Malteser werden daher noch vor Einbruch des Winters Wellblechunterkünfte, Gasöfen, Decken und Haushaltsgegenstände über eine Partnerorganisation an 2.600 Bedürftige in Azad Jammu Kaschmir verteilen. Ihre Bergdörfer liegen teilweise in einer Höhe von 2.500 Metern, und den Menschen dort steht erneut ein extrem kalter und langer Winter bevor. „Die Temperaturen sinken hier in der Nacht oft bis auf unter -15 Grad“, so Euler.
 
Zudem werden mobile Ärzteteams der Malteser im abgelegenen Palas-Tal arbeiten und die Gesundheits-Grundversorgung sicherstellen. „Hier gibt es bisher keine funktionierenden Gesundheitsstationen“, sagt Euler: „Viele Bewohner sind unterernährt und deshalb besonders krankheitsanfällig. Dies betrifft insbesondere die Frauen und Kinder.“
 
Die Malteser sind bisher die einzige Organisation, die nach Abschluss der Nothilfephase im Palas-Tal, Kohistan, mit Wiederaufbauprojekten begonnen hat. „Das Mais-Saatgut, das wir hier an 400 Bauern verteilt haben, hat dazu beigetragen, dass nach dem Ausbleiben der Ernte 2005, in diesem Oktober wieder Mais geerntet werden kann. Damit ist auch eine Aussaat im nächsten Frühjahr wieder möglich.“ Mit dem Wiederaufbau von zehn Wasserspeichern im Spätsommer 2006 haben die Malteser bereits begonnen, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser sicherzustellen. Ein weiterer Ausbau dieser Maßnahmen nach dem kommenden Winter ist vorgesehen.
 
Bei dem Erdbeben am 8. Oktober 2005 starben in Pakistan mehr als 73.000 Menschen, dreieinhalb Millionen wurden obdachlos. Noch immer leben über 30.000 Erdbebenopfer in Lagern. Allein im Gebiet Azad Jammu Kaschmir rechnet die Regierung mit 130.000 Hilfsbedürfigen.
 
Die Hilfe der Malteser in verschiedenen Regionen des Erdbebengebietes wurde unter anderem von der Bundesregierung, der Europäischen Union, der Deutschen Bank, der Liebherr-Stiftung und der Firma Grünwald sowie dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ finanziert.
 
Für die Winterhilfe in Pakistan bitten die Malteser um Spenden:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Pakistan 
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
 
http://www.hilfsorganisationen.de/MENUE/Aktuelles