Erdbeben auf Insel Java: 5500 tot, mehrere tausend verletzt.
Malteser-Mitarbeiter im Nordwesten Afghanistans ermordet.
Erdbeben der Stärke 7,6 (Pakistan): über 70 000 Todesopfer!
Westafrika/Niger: Eine schlimme Dürre sowie eine Heuschreckenplage.
Region Darfur (Sudan): Bevölkerung ist dort vom Hungertod bedroht
  
 
- Pressemeldungen 2006 -
 
 
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- Pressemeldungen (03/2006) -
 
 
   
Mitteilung vom 31.03.2006 - 17:11 Uhr
 
Elbehochwasser
Malteser sichern medizinische Betreuung und Lebensmittel für drei Tage
 
 
(Köln/Dresden). "Die Bewohner des Altenheims sind zwar verschreckt, aber sehr dankbar für die Hilfe. Sie werden in ein Altenpflegeheim im Zentrum untergebracht," so Frank Weber, Diözesangeschäftsführer der Malteser in Dresden. Weber hat mittlerweile knapp 70 Malteser in den Einsatz gerufen und ist selbst am Altenpflegeheim "Maillebahn" in Dresden-Pillnitz.
 
Mehr als 30 Helfer der "Schnellen Einsatzgruppe" (SEG) der Malteser stellen sich seit Freitagnachmittag auf die medizinische Absicherung von rund 500 Evakuierten ein, die in Dresden-Gorbitz und Dresden-Prohlis in Schulen untergebracht werden sollen. Der Malteser Betreuungszug mit Feldküche hat den Auftrag, ausreichend Nahrung und Hygieneartikel für drei Tage zu stellen. "Wir rechnen in den frühen Abendstunden mit dem Eintreffen der ersten Betroffenen in den Schulen," so Weber.
 
Bereits in der Nacht zum Freitag hatten die Malteser gemeinsam mit Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten die Notunterkünfte eingerichtet. Für die Stadt Bad Schandau zehn Infrarot Bautrocknungsgeräte bereit.
 
Mit 900 Helferinnen und Helfern aus ganz Deutschland waren die Malteser im August 2002 in den Flutregionen an Elbe und Donau im Katastropheneinsatz. Fachleute der Malteser waren unmittelbar bei Betroffenen vor Ort oder leisteten im Stab logistische Unterstützung.
 
Für ihre Arbeit sind die Malteser auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Dresden"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 31.03.2006 - 15:26 Uhr
 
Elbehochwasser
Malteser evakuieren Altenpflegeheim in Dresden
 
 
(Köln). Die Elbe hat den kritischen Wasserpegel von 7 Metern erreicht und steigt weiter. Der Sanitätszug des Malteser Hilfsdienstes evakuiert zurzeit unter der Einsatzleitung der Feuerwehr das Altenpflegeheim "Maillebahn" in Dresden-Pillnitz. "Wichtig ist jetzt, dass die rund 100 Bewohner des Pflegeheims schnell und sicher das Gebäude verlassen können," so Günther Rendler, Einsatzleiter des Malteser Hilfsdienstes. Bereits bei der Jahrhundertflut 2002 wurde das Altenheim stark beschädigt und die Bewohner in einer nächtlichen Rettungsaktion in Einrichtungen rings um Dresden verlegt.
 
"Alle Malteser Helfer in Dresden sind in Voralarm und stehen für weitere Hilfsaktionen bereit," betont Rendler.
 
Bereits in der Nacht zum Freitag hatten die Malteser Notunterkünfte in Dresdner Schulen für Evakuierungen eingerichtet. Dazu stehen für die Stadt Bad Schandau zehn Infrarot Bautrocknungsgeräte bereit.
 
Mit 900 Helferinnen und Helfern aus ganz Deutschland waren die Malteser im August 2002 in den Flutregionen an Elbe und Donau im Katastropheneinsatz. Fachleute der Malteser waren unmittelbar bei Betroffenen vor Ort oder leisteten im Stab logistische Unterstützung. Die Malteser vermittelten Sach- und Geldspenden von Institutionen und Einzelpersonen im Wert von 3,5 Millionen Euro direkt in Wiederaufbauprojekte und an Flutopfer.
 
Um die Not der Menschen lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Hochwasser"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 31.03.2006 - 10:36 Uhr
 
Elbehochwasser
Malteser: Wasser und Menschen im Blick
"Es gibt keine normalen Frühlingsfluten mehr"
 
 
(Köln/Dresden). Das Hochwasser an der Elbe steigt langsamer als erwartet - für die Malteser kein Grund zu entspannen. "Unsere Sanitäts- und Katastrophenschutzzüge verfolgen ständig die Entwicklung des Pegels in Dresden, Schöna und Bad Schandau", sagt Siegfried Lorek, stellvertretender Geschäftsführer der Malteser in Dresden. "Auch das Malteser Krisen-Interventionsionsteam, die Spezialisten für seelische Betreuung bei Notfällen, stehen bereit." Schließlich, so Lorek, seien die Menschen in Sachsen seit der Flutkatastrophe 2002 bei Hochwassernachrichten extrem sensibel. "Es gibt keine normalen Frühlingsfluten mehr. Jeder auffällige Wasseranstieg ruft bei Betroffenen von damals die alten Bilder der Zerstörung hervor."
 
Um den Menschen in jeder Hinsicht angemessen helfen zu können, haben die Malteser Notunterkünfte in Dresdner Schulen für eventuell heute bevorstehende Evakuierungen eingerichtet. Dazu stehen für die Stadt Bad Schandau zehn Infrarot Bautrocknungsgeräte bereit. Hoffnung, dass es diesmal nicht so schlimm wird, schöpft Lorek aber auch aus einem anderen Umstand:"Am 31. März 1206 wurde die Stadt Dresden erstmals urkundlich erwähnt. Heute wird mit Gottesdienst in der Frauenkirche und Festakt in der Semperoper das 800-Jährige Stadtjubiläum gefeiert. Sicher ist auch Petrus darüber informiert worden."
 
Mit 900 Helferinnen und Helfern aus ganz Deutschland waren die Malteser im August 2002 in den Flutregionen an Elbe und Donau im Katastropheneinsatz. Fachleute der Malteser waren unmittelbar bei Betroffenen vor Ort oder leisteten im Stab logistische Unterstützung. Die Malteser vermittelten Sach- und Geldspenden von Institutionen und Einzelpersonen im Wert von 3,5 Millionen Euro direkt in Wiederaufbauprojekte und an Flutopfer.
 
Um die Not der Menschen lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Hochwasser"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 30.03.2006 - 09:42 Uhr
 
Bundesweite Befragung
Malteser Rettungsdienst: Freundlich, kompetent
und nah am Patienten - "Erfolgsgarant Mensch"
 
 
(Köln). Großes Lob für den Malteser Rettungsdienst: Bei einer bundesweit durchgeführten Befragung von 60.000 Patienten im Auftrag der Malteser äußerten sich über 95 % der Patienten sehr zufrieden über die "Freundlichkeit" des Rettungspersonals. Auch bei "Patientenähe", "Fachkompetenz" und "Sauberkeit" schnitten die Malteser hervorragend ab.
 
Dazu Dr. Klaus Runggaldier, Leiter des Malteser Rettungsdienstes: "Neben neuen Fahrzeugen, modernsten medizinisch-technischen Geräten und innovativer Kommunikationssysteme - der wichtigste Erfolgsgarant im Rettungsdienst ist und bleibt das Rettungsfachpersonal, der Mensch." Ohne qualifizierte, engagierte und zufriedene Rettungsassistenten und Rettungssanitäter, so Runggaldier, wären die Malteser nicht in der Lage flächendeckend zu helfen, von Mensch zu Mensch da zu sein. "Von daher freut mich das klare Votum der Patienten für unsere Helfer umso mehr."
 
Offen äußert sich Runggaldier über das nur befriedigende Abschneiden beim Fragepunkt "Transportkomfort": "Die Matratze, auf der die Patienten lagern, muss vor allem zweckmäßig sein: geeignet für jede Verletzung und mit Platz für Zusatzgeräte. Wichtig ist aber auch, dass sie schmal ist, denn normalerweise beugen sich während der Fahrt Ärzte und Helfer über den Patienten. Das kann schon mal auf Kosten des 'gefühlten Komforts' gehen, dient aber nur der Gesundheit." Runggaldier ist sich sicher, dass viele Menschen, die noch nicht in einem Rettungswagen waren, gerne wissen möchten, wie es darin aussieht und wie Sanitäter arbeiten. "Ich lade deshalb alle Journalisten ein, bei einem Malteser Rettungswagen mitzufahren. Es wartet eine unvergeßliche Erfahrung." Die kontinuierliche Durchführung von Patientenbefragungen im Rettungsdienst ist fester Bestandteil des Qualitätsmanagements des Malteser Hilfsdienstes.


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Malteser"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 29.03.2006 - 12:07 Uhr
 
40 Fasten-Euro für Bukavu
Malteser: Auch Männer im Kongo Opfer sexueller Gewalt
 
 
(Köln/Bukavu). Im Rahmen der Malteser Fastenaktion "40 Fasten-Euro für Bukavu" berichtet die Nothilfe-Expertin Ursula Mesmer jede Woche aus dem Kongo. Aufgrund der vielen gewalttätigen Übergriffe auf Mädchen und Frauen sorgen die Malteser hier für die medizinische und seelische Betreuung der Gewaltopfer. In mehr als 300 Gesundheitszentren. Manchmal werden auch Männer zu Opfern von Gewalt, weil man sie beispielsweise zu Vergewaltigungen zwingt. In ihrem aktuellen Bericht zeigt Ursula Mesmer aber auch, wie die Malteser die Menschen aus der Not befreien, zum Beispiel mit einer AIDS-Prophylaxe.
 
Ursula Mesmers vierter Bericht
aus dem Ostkongo für die Malteser Fastenaktion 2006:
 
"Die Gesundheitsstation von Ihembe: Ich treffe zehn Mitarbeiter unseres Projektes aus den umliegenden Dörfern. Diese Männer und Frauen sind die Ersten, an die sich vergewaltigte Frauen wenden. Sie hören den Frauen zu, führen sie in Gruppen zusammen. Das erleichtert den Austausch. Sie reden mit den Ehemännern, wenn diese nach einer Vergewaltigung ihre Frauen verstoßen wollen. Sie geben den Frauen einen "Bon", um sich gratis in einem von den Maltesern unterstützten Gesundheitzentrum behandeln zu lassen. Ein Kontakt, der bleibt. Wochen, Monate.
 
Die Mitarbeiter erzählen. Auch von solchen Fällen, in denen sie selbst nicht mehr weiter wissen. Zum Beispiel von dem Mann, der Geisel war und gezwungen wurde, vor vieler Augen eine mitgefangene Frau zu vergewaltigen. Ist auch er ein Opfer von sexueller Gewalt? Darf er gratis behandelt werden? Ich nicke mit dem Kopf. Ja, natürlich. Er darf.
 
Ein anderer Fall, ein anderer Ort. Im Gesundheitszentrum von Murhali begegnet mir Iraghi. Sie ist 14 Jahre alt. Heute Morgen ist sie mit ihrer Mutter gekommen, vorgestern wurde sie vergewaltigt. Sie sagt nichts, versteckt ihr Gesicht hinter den Händen. Sie erträgt keine Nähe. Zuviel davon, und sie läuft weinend weg. Was sie nicht sagen kann, sagt ihre Mutter: Iraghi wurde mitten in der Nacht von einem Soldaten aus dem Haus der Eltern gezerrt. Er zwang Iraghi und die Mutter, die Kleider auszuziehen. Dann fasste er dem Mädchen an die Brüste und sagte: "Das ist genau das, was ich suche." Er hat Iraghi mitgenommen, sie erst laufen lassen, als er Schüsse hörte. Irgendwo im Dunkeln. Die Mutter erzählt: "Als ich Iraghis blutige Unterwäsche sah, wusste ich Bescheid." Sie nahm die Tochter und brachte sie zum Gesundheitszentrum. Es ist eines der vier ersten Gesundheitszentren der Malteser, wo den Frauen auch eine HIV- Prophylaxe angeboten werden kann - wenn sie innerhalb der ersten 72 Stunden kommen. Ich rechne noch einmal die Zeit durch seit der Vergewaltigung. Bin erleichtert. Doch wie viele Mädchen kommen zu spät? Nicht innerhalb von 72 Stunden? Wieviele kommen in ein Zentrum ohne Prophylaxe-Möglichkeit?
 
Auf der Rückfahrt sehe ich Frauen, die zwei, drei große, schwere Kohlesäcke auf ihren Rücken tragen. Ein Seil, das sie über den Kopf spannen, hilft ihnen, einen Teil der Last zu verlagern. Die Frauen sind unterwegs zum Markt. Ich sehe, wie am nächsten Posten von den Frauen ein Wegzoll verlangt wird. Sonst dürfen sie nicht passieren. Und dies alles inmitten der ständigen Gefahr, vergewaltigt zu werden. Dieser Anblick, dieses Elend ist zuviel. Ich fühle mich hilflos und zornig zugleich." (Ursula Mesmer)
 
Allein im vergangenen Jahr suchten mehr als 10.000 misshandelte und vergewaltigte Frauen die Hilfe der Malteser. Mit 40 "Fasten-Euro" können in Bukavu 15 Gewaltopfer über drei Monate mit Medikamenten versorgt werden.

 
Um die Not der Frauen im Kongo weiter lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Kongo"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 23.03.2006 - 09:53 Uhr
 
Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März
Malteser in Myanmar: „Die Krankheit kann besiegt werden!“
 
 
(Köln). Gute Chancen beim Kampf gegen die Tuberkulose (Tb) in Myanmar sieht Malteser International. Die Malteser betreuen dort an der Grenze zu Bangladesch ein Basisgesundheitsprojekt für ethnische Minderheiten und heimkehrende Flüchtlinge. Unter diesen ist die Zahl der an Tb-Erkrankten wie auch im ganzen Land sehr hoch. Dennoch betont Eric Donelli, medizinischer Koordinator der Malteser in Myanmar: „Die Infektion ist heilbar, die Krankheit kann besiegt werden!“ Erforderlich sei es, die potentiell Betroffenen aufzuklären und ausreichend Diagnosemöglichkeiten bereitzustellen. Besonders wichtig sei auch die regelmäßige Einnahme der nötigen Medikamente.
 
Die Malteser setzen bei der dazu notwendigen intensiven Betreuung auf Gemeinde-Gesundheitshelfer, welche die Betroffenen regelmäßig besuchen, aufklären und begleiten – getreu den von der Weltgesundheitsorganisation entwickelten Richtlinien. Damit die Therapie nicht abgebrochen wird, setzen die Malteser verschiedene Anreize ein: „Wer die Therapie über sechs Monate bis zum Ende durchzieht, bekommt für sich und seine Familie Nahrungsmittel“, erläutert Donelli. „Die Gesundheitshelfer, die erfolgreich behandeln, werden ebenfalls mit einem Bonus belohnt.“ Besonders bedürftige Patienten erhalten eine Pauschale für den Transport zu den notwendigen Untersuchungen in einem Gesundheitszentrum. Ziel des Malteser Projektes ist es, mindestens 70 Prozent aller Tb-Erkrankungen zu erkennen, mindestens 80 Prozent aller Erkrankten zu heilen und die Quote der Therapieabbrüche auf unter 10 Prozent zu senken. Gelänge dies, so Donelli, „durchbrechen wir auch die mit der Tuberkulose eng verbundene Armutsspirale“.
 
Malteser International führt seit dem Herbst 2001 umfangreiche Basisgesundheitsprojekte für die Bevölkerung in Myanmar durch. Im September 2003 haben die Malteser die Tb-Projektaktivitäten vom UNHCR in der Region im nördlichen Rakhine State übernommen. Insgesamt neun internationale und rund 140 lokale Mitarbeiter sind in Myanmar derzeit im Einsatz. Der Welt-Tuberkulose-Tag findet jährlich am 24. März statt. Weltweit sterben an den Folgen von Tb pro Jahr etwa zwei Millionen Menschen.
 
Um die Not der Menschen in Myanmar weiter lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Myanmar"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 21.03.2006 - 10:56 Uhr
 
Weltwassertag 22. März
Sri Lanka: Malteser sammeln Wasser auf Dächern
"Tanks für 3.000 Familien"
 
 
(Köln). Malteser International startet ein neuartiges Wasserprojekt im Süden Sri Lankas: In den Distrikten Hambantota, Matare und Galle wird Regenwasser von den Dächern von 3.000 Wohnhäusern oder öffentlichen Gebäuden in Wassertanks gesammelt. Ziel ist es, die saisonale Wasserknappheit zu überbrücken. Jedes Jahr nach dem Monsunregen leidet die Bevölkerung auch im Süden Sri Lankas unter Wasserknappheit. Unterstützt wird Malteser International dabei von UNICEF und einer lokalen Partnerorganisation, dem "Lanka Rain Water Harvesting Forum".
 
Darüber hinaus informieren die Malteser die Bevölkerung über all-gemeine Hygienefragen. "Der Umgang mit Wasser ist in Sri Lanka immer noch entwicklungsfähig", sagt Dr. Jürgen Clemens, Sri Lanka Referent der Malteser. "Viele Menschen leiden wegen des unsach-gemäßen Umgangs mit Wasser unter unnötigen Infektionen. Wir möchten zu einer Kultur der Hygiene anregen, welche die Lebens-verhältnisse vieler Familien nachhaltig verbessert. So sollen die Brunnen vor Fäkalien aus den bislang unzureichend abgedichteten Sickergruben geschützt, Entwässerungsgräben regelmäßig vor der Regenzeit gereinigt und offene Wasserstellen - Brutstätten von Insekten - vermieden werden."
 
Bereits seit dem Januar 2005 ist Malteser International in Sri Lanka tätig. Unmittelbar nach der Tsunami-Katastrophe sorgten die Malteser in Kooperation mit lokalen Partnern für die Wasserversorgung von rund 90.000 Menschen im Galle Distrikt im Süden Sri Lankas.
 
Der Weltwassertag findet aufgrund einer UN-Resolution von 1993 jährlich am 22. März statt. Dieser Tag soll daran erinnern, dass Wasser lebenswichtig und unersetzbar im Leben jedes Einzelnen ist. In diesem Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto "Water and Culture", Wasser und Kultur.
 
Um die Not der Menschen in Kenia weiter lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Sri Lanka"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 21.03.2006 - 10:08 Uhr
 
40 Fasten-Euro für Bukavu
Malteser im Kongo:
Sensibilisierungsprogramm für Vergewaltigungsopfer und Täter
 
 
(Köln/Bukavu). Seit zehn Jahren unterstützt Malteser International mehr als 300 Gesundheitszentren im Kriegsland Kongo. Aufgrund der vielen gewalttätigen Übergriffe auf Mädchen und Frauen sorgen die Malteser speziell für die medizinische und seelische Betreuung der Gewaltopfer. Doch auch für Täter gibt es Hilfen und Programme. Zum Beispiel ein "Sensibilisierungsprogramm gegen sexuelle Gewalt", das manchmal auch Vergewaltigungsopfer, Ehemänner und Soldaten zusammenbringt. Die Nothilfe-Expertin Ursula Mesmer, die im Rahmen der Malteser Fastenaktion "40 Fasten-Euro für Bukavu" jede Woche aus dem Kongo berichtet, zeigt wie ein solches Programm abläuft.
 
Ursula Mesmers dritter Bericht
aus dem Ostkongo für die Malteser Fastenaktion 2006:
 
"Eine Kirche in Kilimanjala: Langsam bewegt sich die Menge herein: Frauen links, Männer in der Mitte - Soldaten rechts. Alle nehmen Platz, schweigen und beobachten, wie ich mit meinen Mitarbeitern vor den Altar trete. Eine eigenartige Stimmung! Seitdem ich im Kongo bin, habe ich mehrere "Sensibilisierungsprogramme gegen sexuelle Gewalt" durchgeführt. Habe mit Frauen, die vergewaltigt wurden, über die Möglichkeit der medizinischen Behandlung gesprochen, über psychosoziale Hilfe. Mit Soldaten habe ich geredet, ihnen erklärt, wie unmoralisch und unfair Vergewaltigungen sind. Dass Vergewaltigungen nicht dadurch besser werden, dass auch Vorgesetzte sich daran beteiligen. Mit Ehemännern von vergewaltigten Frauen habe ich gesprochen: versucht zu zeigen, dass sie ihre Frauen gerade jetzt nicht verlassen dürfen. Jetzt hat es der Zufall so geregelt, dass mir alle drei Gruppen gemeinsam gegenüber sitzen.
 
Sprich: Ich muss noch vorsichtiger, noch sensibler mit meinen Worten sein, darf niemand anklagen, niemand Vorwürfe machen und doch nicht um das Thema herumreden. Ich entscheide mich für einen leichten Einstieg: ich stelle Fragen. Wie fühlt man sich als Frau, als Mann nach einer Vergewaltigung, auch mit Blick auf die eigene Ehefrau? Ich versuche mich in die Anwesenden einzufühlen. Und spüre: sie hören mir zu. Offensichtlich treffe ich den richtigen Ton. Das ist gut, gibt Sicherheit.
 
Danach Diskussion: Jede Gruppe für sich. Ich will wissen, was sie gegen die Problematik unternehmen können, wo sie die Lösungen sehen. Jede Gruppe stellt das Ergebnis vor. Es ist bei allen gleich: "Wir brauchen Frieden". Besonders interessant die Reaktion der Soldaten: "Wir sind nicht alle Vergewaltiger, wir wollen nicht alle in den gleichen Topf geworfen werden. Wir werden nicht akzeptieren, dass Männer aus unseren Reihen den Frauen Gewalt antun. Dafür brauchen wir aber auch ein System, das Vergewaltiger gerecht bestraft. Und wir brauchen regelmäßig unseren Lohn, damit wir auch die Möglichkeit haben zu heiraten und einer Frau etwas zu bieten."
 
Zum Schluss erhebt sich eine junge Frau mit einem Säugling auf dem Rücken. Sie sagt: "Ich wurde vor drei Jahren auf dem Feld von zwölf bewaffneten Männern vergewaltigt. Erst erzählte ich niemand davon. Litt an Schmerzen im Unterleib, fühlte mich müde und schwach. Ich hatte Angst, alleine aus dem Haus zu gehen. Meine Schwester brachte mich in ein Gesundheitszentrum, wo ich Medikamente der Malteser erhielt. Jetzt bin ich die Frau eines Soldaten und habe eine sechs Monate alte Tochter. Ich hatte niemanden zum Reden. Ich erzähle euch meine Geschichte, damit ihr wisst: Ich bin hier, um Frauen zu helfen, die das gleiche erlebt haben." Zuerst herrscht einen Moment lang betroffenes Schweigen, keiner hat mit einer so direkten Aussage gerechnet. Dann beginnen alle durcheinander zu reden, sich bei der Frau für ihren Mut zu bedanken. Frauen, Männer, Soldaten. Es folgt ein gemeinsames Essen. Vielleicht ein Vorgeschmack des Friedens."
 
Um die Not der Frauen im Kongo weiter lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Kongo"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 16.03.2006 - 13:31 Uhr
 
Dürrekatastrophe Kenia
„Rasanter Anstieg von Unterernährung,
Durchfall und Atemwegsinfektionen“
 
 
(Köln). Die Dürrekatastrophe im Norden Kenias hält an: Tausende von Menschen leiden nach dem Ausbleiben zweier Regenzeiten an Hunger. Besonders betroffen: die Distrikte Marsabit, Samburu und Isiolo. Dazu Jochen Bürkle, Malteser Regionalkoordinator in Ost-Afrika: „Die lang anhaltende Wasserknappheit und die schlechte Wasserqualität verringern drastisch den Viehbestand und damit die einzige Einnahme-quelle der nomadischen Bevölkerung. Dies trägt dazu bei, dass immer mehr Menschen unterernährt und anfällig für Infektionskrankheiten sind.“ Mangelnde hygienische Bedingungen verschlimmern die Situationen zusätzlich, so Bürkle. Fälle von Unterernährung, Durchfall und Atemwegsinfektionen würden gerade bei Kindern unter fünf Jahren rasant ansteigen.
 
Deshalb unterstützt Malteser International in Kooperation mit den katholischen Diözesen Marsabit, Maralal und Isiolo jetzt acht Gesundheitseinrichtungen mit Medikamenten sowie proteinreichen Nahrungsmitteln, Zusatznahrung für schwangere Frauen, stillende Mütter und Kinder. Geschätzt Zielgruppe: über 30.000 Menschen. Die von Malteser International organisierte Nothilfe für die Opfer der Dürrekatastrophe in Kenia wird zum Großteil vom Auswärtigen Amt finanziert. Längerfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Wasser-versorgung und die Unterstützung für eine der Umwelt angepasste Viehwirtschaft sind unverzichtbarer Bestandteil weiterer Hilfe vor Ort.
 
Bereits seit 2001 ist Malteser International in Kenia tätig: In acht Slumgebieten Nairobis führt Malteser International ein umfangreiches Gesundheitsprojekt zur Bekämpfung von Tuberkulose und HIV/AIDS durch.
 
Um die Not der Menschen in Kenia weiter lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Kenia"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 14.03.2006 - 12:23 Uhr
 
40 Fasten-Euro für Bukavu
Das Schicksal einer 16-Jährigen im Kongo:
„Entführt, vergewaltigt, medizinisch versorgt“
 
 
(Köln/Bukavu). Köln/Bukavu. Seit zehn Jahren unterstützt Malteser International mehr als 300 Gesundheitszentren im Kriegsland Kongo. Aufgrund der vielen gewalttätigen Übergriffe auf Mädchen und Frauen sorgen die Malteser speziell für die medizinische und seelische Betreuung der Gewaltopfer. Die Nothilfe-Expertin Ursula Mesmer, die im Rahmen der Malteser Fastenaktion „40 Fasten-Euro für Bukavu“ jede Woche aus dem Kongo berichtet, stellt heute ein Einzelschicksal vor: Die 16-jährige Bora, die aus ihrem Dorf in die Wälder entführt und dort zwei Wochen festgehalten wurde. Als Mesmer das Mädchen kennen lernte, konnte Bora nicht essen und nicht sprechen. So tief saß der Schock. Die Malteserin brachte sie nach Bukavu, wo Verwandte des Mädchens wohnen. Auch eine psychologisch ausgebildete Malteser Mitarbeiterin, „Mama Regine“, kümmert sich inzwischen um das Mädchen. Erster Erfolg: Bora redet und isst wieder.
 
Ursula Mesmers zweiter Bericht
aus dem Ostkongo für die Malteser Fastenaktion 2006:
 
Es ist etwas anderes, vom Leid der Menschen im Kongo zu hören, Berichte über Gewalt im Fernsehen zu verfolgen, als dem Leid und den Menschen persönlich zu begegnen. Alle Informationen, die mich vorher auf einer abstrakten Ebene berührten, bekommen eine neue Tiefe, eine neue Schärfe. So stehe ich, die professionelle Nothilfe-Expertin, der 16-jährigen Bora gegenüber, höre ihre Geschichte und ahne: Es gibt Dinge, die können nicht ausgesprochen werden. Dinge, die grausamer sind als jedes Wort. Doch höre ich weiter zu und vielleicht hilft es Bora, dass ich ihr zuhöre.
 
„Es war in der Nacht: Ich schlief mit meinem Großvater in der gleichen Hütte. Plötzlich wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Männerstimmen, Lärm. Da sah ich, wie mein Großvater versuchte aus dem Fenster zu fliehen. Ein Schuss fiel und sofort sackte er zusammen: tot. Ich kroch hastig unter mein Bett, versteckte mich, doch mein Herz pochte so laut, dass ich fürchtete, die Männer draußen würden es bald hören, mich aufspüren und ebenfalls umbringen. Es geschah etwas anderes: Sie fanden mich, doch anstatt mich zu erschießen, fesselten sie mir die Hände auf dem Rücken, stießen mich nach draußen. Dort standen bereits andere Frauen mit Fesseln, aber auch zwei Männer, ebenfalls gefesselt. Man band uns alle zusammen an ein Seil. Einer der Männer, wie ich erkannte waren es Soldaten, ging voraus und zerrte die ganze Kolonne hinter sich her, während andere mit ihren Gewehren hinter uns liefen. So gingen wir zwei Tage lang – immer durch den Wald, ohne etwas zu essen.
 
Nachts wurde jeder von uns an einen Baum gebunden. Dann - in einem Lager angekommen, wurden wir zur Arbeit gezwungen; wir mussten Essen suchen, in verlassene Dörfer gehen, um auf den Feldern übrig gebliebenen Maniok zu ernten.
 
Wir Frauen wurden von acht Männern vergewaltigt. Sie kamen, wann es ihnen passte. Nach einer Woche wurde ein alter Mann mit einer Liste in unser Dorf geschickt - mit den Forderungen für unsere Freilassung. Sie verlangten von unseren Familien pro Person 130 Dollar in Form von Essen und Hühnern. Ich dachte an meine arme Familie, meinen ermordeten Großvater, andere Familienmitglieder, die geflüchtet sind. Ich ahnte Schlimmes. Aandere hatten mehr Glück.
 
Für fünf Personen kam das Verlangte, sie wurden laufen gelassen. Für mich und einen Jungen kam nichts. Von wem auch? Ich war die einzige Frau, die blieb. Was das heißt, war klar: Die Männer vergewaltigten mich umso mehr. Immer und immer wieder. Jeden Tag. Tagsüber, wenn sie unterwegs waren, banden sie mich an einem Baum fest. Eines Tages gelang es mir, mich zu befreien und wegzulaufen. Ich lief zwei Tage und Nächte lang, bis ich von Leuten aus einem Dorf gefunden wurde.“
 
Da Bora nicht redete, wurde sie in eines der von Malteser International unterstützten Gesundheitszentren gebracht und dort erst einmal medizinisch versorgt. Dann lernte sie „Mama Regine“ kennen, der sie vertraut. „Es geht mir wieder besser, ich habe wieder Appetit, ich mag aber das Haus meines Onkels noch nicht alleine verlassen. Immer wieder habe ich Alpträume. Die Schmerzen in meinem Unterleib sind weniger geworden. Die Medikamente der Malteser helfen.“ Tatsächlich: Die von den Fesseln zugefügten Wunden an den Handgelenken sind verheilt, ob die Wunden in Boras Seele heilen werden?
 
Um die Not der Frauen im Kongo weiter lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Kongo"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 08.03.2006 - 12:19 Uhr
 
8. März Weltfrauentag / Kongo
Malteser Nothilfe-Expertin Ursula Mesmer:
„Im Kongo ist jeder Tag Weltfrauentag!“
 
 
(Köln/Bukavu) . Seit einer Woche läuft die Malteser Fastenaktion 2006: Mit „40 Fasten-Euro für Bukavu“ macht Malteser International auf die kritische Lage der Mädchen und Frauen im Kongo aufmerksam. Immer noch werden „Vergewaltigungen als Kriegswaffe von allen beteiligten Konfliktparteien benutzt“, wie die Malteser Nothilfe-Expertin Ursula Mesmer aus Bukavu mitteilt. Im Rahmen der Fastenaktion 2006 wird sie wöchentlich über ihre Erlebnisse vor Ort berichten. Denn: „Für mich ist im Kongo jeder Tag Weltfrauentag!“
 
Hier Ursula Mesmers erster Bericht
aus dem Ostkongo für die Malteser Fastenaktion 2006:
 
Wir fahren mit dem Auto durch das grüne, bergige Land im Ostkongo westlich von Bukavu. Wie in einem Flussbett geht es auf schmaler Straße über einen Pass. Nach drei Stunden Fahrt erreicht unser Team den Ort Tubimbi. Hier treffen wir den Dorfverantwortlichen sowie einen Kommandanten der kongolesischen Armee. Von ihnen erhoffen wir uns Informationen über die Situation in Kilimanjala, unserem heutigen Zielort, und über die Sicherheit der Strasse. Am vergangenen Samstag fuhr auf dieser Strecke ein Lastwagen auf eine Mine. Es gab elf Verletzte.
 
Wir entscheiden uns für die Weiterfahrt nach Kilimanjala. Mit uns im Auto ist der Verantwortliche des dort von den Maltesern unterstützten Gesundheitszentrums. Vor sechs Wochen wurde es geplündert. Wir wollen es wieder in Betrieb nehmen.
 
Der Ort Kilimanjala befindet sich in einem Gebiet, das bis vor kurzem von bewaffneten Rebellengruppen kontrolliert wurde. Ergebnis: Felder wurden zerstört, Häuser geplündert und das Gesundheitszentrum ausgeraubt. Frauen wurden systematisch vergewaltigt. Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und speziell sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein wesentlicher Bestandteil des andauernden Konfliktes im Ostkongo. Insbesondere Vergewaltigungen werden hier seit Jahren als Kriegsmittel oder Kriegswaffe von allen beteiligten Konfliktparteien eingesetzt. Dabei wissen die Täter: Ein entjungfertes Mädchen hat fast keine Zukunftschancen mehr, eine Witwe verliert jede Achtung und eine Ehefrau wird schnell von ihrem Ehemann oder dessen Familie verstoßen.
 
Dazu kommen die körperlichen Folgen – Verletzungen, sexuell übertragbare Krankheiten - wie etwa HIV/Aids - und unerwünschte Schwangerschaften.
 
Die Malteser sind schon seit zehn Jahren im Kongo in der Kivu-Region tätig. Unter anderem unterstützen sie ein Netz von mehr als 100 lokalen Gesundheitsstationen. Seit 2003 läuft ein Projekt zur Hilfe für Opfer von sexueller Gewalt. Die Betroffenen erhalten medizinische Hilfe in 24 von Maltesern unterstützten und speziell ausgewählten Gesundheitsstationen sowie psychologische Betreuung und Hilfe durch lokale Partnerorganisationen der Malteser. Zusätzlich wird gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und den Partnerorganisationen eine „Sensibilisierungskampagne gegen sexuelle Gewalt“ durchgeführt. Auch deshalb ist unser Team heute in Kilimanjala. Die Menschen sollen verstehen, dass es nicht Einzelne sind, denen sexuelle Gewalt widerfährt.
 
In Kilimanjala die erschütternde Zahl: ungefähr 70 Prozent der Frauen, sind vergewaltigt worden. Jede dieser Frauen soll wissen, dass sie Hilfe und Unterstützung bekommen kann. Gleichzeitig gilt: Täter in die Sensibilisierung einbeziehen. Ein diplomatisch humanitärer Hochseilakt! Doch es gibt keine Alternative: alle Seiten müssen über die Auswirkungen und Konsequenzen von Vergewaltigungen aufgeklärt werden: ohne Werte und Normen zerfleischt eine Gesellschaft sich selbst.
 
Ein Lichtblick: trotz des geplünderten Gesundheitszentrums. Langsam kommt wieder Leben ins Dorf. Die Geflohenen kehren nach und nach zurück, Alltag wird spürbar. Unser Team berichtet, dass eine „Sensibilisierung“ aller Seiten organisiert wird und dass alle Frauen, die vergewaltigt wurden, ab sofort wieder Hilfe im Gesundheitszentrum erhalten. Diese Nachricht wird freudig aufgenommen, spricht sich schnell auf dem Markt herum.
 
Auf der Rückreise nehmen wir in Walungu ein 16-jähriges Mädchen mit. Sie heißt Bora, wurde mit einer Gruppe aus ihrem Dorf in die Wälder entführt und dort zwei Wochen lang festgehalten. Was sie alles erlebt und durchgemacht hat, kann sie uns nicht erzählen. Bora redet nicht mehr und isst nichts mehr, seit sie zurück ist. Sie fährt mit uns nach Bukavu, weil dort Verwandte von ihr wohnen. Eine psychologisch ausgebildete Malteser Mitarbeiterin wird sich um das Mädchen kümmern.
 
Seit zehn Jahren unterstützen Malteser International mehr als 300 Gesundheitszentren im Kriegsland Kongo. Allein im vergangenen Jahr suchten mehr als 10.000 misshandelte und vergewaltigte Frauen die Hilfe der Malteser. Aufgrund der vielen gewalttätigen Übergriffe auf Mädchen und Frauen sorgen die Malteser speziell für die medizinische und seelische Betreuung der Gewaltopfer. Mit 40 „Fasten-Euro“ können in Bukavu 15 Gewaltopfer über drei Monate mit Medikamenten versorgt werden.
 
Um die Not der Frauen im Kongo weiter lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:


  Malteser International   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: "Kongo"  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 120 120 120 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
Mitteilung vom 01.03.2006 - 12:17 Uhr
 
Malteser Fastenaktion 2006
40 Fasten-Euro für Bukavu
 
 
(Köln/Bukavu) Am Mittwoch, 1. März, starten die Malteser ihre diesjährige Fastenaktion 2006: Mit „40 Fasten-Euro für Bukavu“ machen sie auf die kritische Lage der Menschen im Kongo aufmerksam. Dazu wird die Malteser Nothilfe-Expertin Ursula Mesmer wöchentlich über ihre Erlebnisse in Bukavu berichten. „Seit zehn Jahren unterstützen wir Malteser mehr als 300 Gesundheitszentren im Kriegsland Kongo. Aufgrund der vielen gewalttätigen Übergriffe auf Mädchen und Frauen sorgen wir speziell für die medizinische und seelische Betreuung der Gewaltopfer“, so die gelernte Krankenschwester, die ursprünglich aus der Schweiz stammt.
 
Allein im vergangenen Jahr suchten mehr als 10.000 misshandelte und vergewaltigte Frauen die Hilfe der Malteser. „Ein großer Vertrauensbeweis“, findet Mesmer. Doch noch sei das Land in Unruhe. „Wir müssen die Betreuung für Gewaltopfer unbedingt ausweiten. Dafür sind wir dringend auf Unterstützung angewiesen.“
 
Die Malteser bitten deshalb darum, in den 40 Tagen der Fastenzeit an jedem Tag einen Euro für die Opfer der Gewalt zurückzulegen. Mit 40 „Fasten-Euro“ können in Bukavu 15 Gewaltopfer über drei Monate mit Medikamenten versorgt werden.
 
Der MHD ist Mitglied von Aktion Deutschland Hilft e.V.


  Aktion Deutschland Hilft   
    
 Bank für Sozialwirtschaft  
 Kennwort: Malteser  
 BLZ: 370 205 00  
 Konto: 10 20 30 
    
 
Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln

 
 
http://www.hilfsorganisationen.de/ARCHIV/2006/03/