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| - Pressemeldungen (06/2004) - |
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Mitteilung vom 29.12.2004 - 16:58 Uhr
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Südasien
Malteser: Hilfsaktionen ausgeweitet/Sri Lanka
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(Köln) Seit heute, 29. Dezember, haben die Malteser ihre Hilfsaktion auf die Region nördlich von Phuket und Khao Lak ausgeweitet. "Wir sind auf rund 2.000 Familien gestoßen, deren Dorf komplett weggespült wurde. Hier war noch gar keine Hilfe und wir haben sofort Lebensmittel, Decken, Trinkwasser verteilt", so die Malteser Mitarbeiterin. Auch das Krankenhaus der Region benötigt dringend Unterstützung mit Medikamenten und Verbandsmaterialien.
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Ab morgen wird Marie-Theres Benner, Länderkoordinatorin Thailand der Malteser, die Soforthilfe koordinieren. Wegen des enormen Hilfebedarfs planen die Malteser jetzt auch Erkundungsteams nach Sri Lanka und an die Ostküste Kenias zu entsenden, denn auch von dort wurden Tote und Verletzte durch die Flut gemeldet.
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Auch in Südindien haben die Malteser ihre Tätigkeiten ausgeweitet. Das Malteser/Unnati Erkundungsteam berichtet von verheerenden Verwüstungen des 35 km langen Küstenstreifens zwischen Thangapatnam und Colachel, Distrikt Kanniyakumari. Die Flutwelle mit ihren zerstörerischen Kräften sei bis zu zwei Kilometer ins Landesinnere vorgedrungen.
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Die Menschen, häufig kleine Fischer, die nur durch Kredite ihrer Boote und Ausrüstung finanziert hatten, haben jede Lebensgrundlage verloren. "Unter den Todesopfern sind zumeist Kinder, Frauen und ältere Menschen. Mehr als 7.000 Häuser sind zerstört. Die Überlebenden brauchen dringend auch Psychosoziale Unterstützung auf längere Sicht", berichtet Binoy Acharya aus Tamil Nadu. Unerwartet ist auch die Westküste von Kerala zum Teil schwer getroffen. Dort verteilen die Malteser Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und Kochgeschirr an mehr als 1.000 Familien.
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Die Malteser schließen sich dem Vorschlag des Außenministers Joschka Fischer an, in diesem Jahr auf Böller zu verzichten und stattdessen für die dringend benötigte Hilfe Geld zu spenden!
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 28.12.2004 - 15:30 Uhr
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Seebeben Südasien
Malteser: Seuchengefahr im Krisengebiet steigt,
mehr als 1.300 Todesopfer in Thailand
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(Köln) - Mehr als 100 einheimische Helfer der Malteser leisten seit Sonntag, 26. Dezember, Soforthilfe im Süden Indiens. Wegen der großen Seuchengefahr bereitet die "Catholic Health Association of India", (CHAI), gemeinsam mit den Maltesern den Einsatz von medizinischem Personal aus Gesundheitseinrichtungen Südindiens vor.
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Im Bundesstaat Tamil Nadu werden zwei medizinische Basiscamps für die Flüchtlinge eingerichtet. Mobile medizinische Teams aus Kranken-schwestern und Ärzten suchen schwer erreichbare Orte auf, um die Verletzten versorgen zu können. Gleichzeitig werden Lebensmittel und Trinkwasser verteilt.
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In Thailand, nördlich der Insel Phuket in der Provinz Phang Nga, sind nach inoffiziellen Angaben des Gesundheitsdienstes schon mehr als 1.300 Todesopfer zu beklagen. "Die Küste im Norden von Phuket ist noch viel schwerer verwüstet.
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Die Krankenhäuser sind total überlaufen und die lokalen Mittel reichen hinten und vorne nicht", so André Stülz, Koordinator der Malteser in Phuket, Thailand. Durch die Enge in den Krankenhäusern und Unter-künften sowie die unzureichende Wasserversorgung steigt die Seuchengefahr stündlich.
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In Südindien haben die Malteser bereits begonnen, die Menschen noch weiter ins Hinterland zu transportieren. Bereits am Sonntag stellten die Malteser 250.000 Euro für die Soforthilfe zur Verfügung, um die internationale Hilfe der Malteser weltweit zu koordinieren.
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Hilfe wird dringend benötigt, bitte spenden Sie!
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 27.12.2004 - 12:27 Uhr
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Erdbeben Südasien
Malteser: Soforthilfe für die Opfer in Indien und Thailand
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(Köln) „Wir haben Leichen aus dem Sand gezogen, die Zerstörung ist unvorstellbar!“, berichtet Father Arputham, Partner der Malteser, aus Südindien. Seit gestern, 26. Dezember, leistet der Geistliche mit zahlreichen Mitarbeitern Soforthilfe der Malteser in dem massiv von der Flutwelle betroffenen Gebiet.
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„Die Menschen stehen vor dem Nichts, wir verteilen Nahrungsmittel und Kleidung, um die schlimmste Not zu lindern. Jetzt benötigen wir Medikamente wegen der drohenden Seuchengefahr.“
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Die Malteser haben angesichts des Ausmaßes der Katastrophe ihr Soforthilfebudget für das Krisengebiet auf 250.000 Euro aufgestockt. Gemeinsam mit der indischen Partnerorganisation Unnati ist ein Erkundungsteam nach Südindien unterwegs, da weitere Hilfe dringend benötigt wird. In Pukhet, Thailand, wird morgen ein drei-köpfiges Erkundungsteam der Malteser eintreffen.
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Das schwere Erdbeben in Südasien hat mehr als eine Million Menschen obdachlos gemacht. Hilfe wird dringend benötigt, bitte spenden Sie!
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 22.12.2004 - 08:00 Uhr
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Iran: Ein Jahr nach dem Erdbeben in Bam
Malteser helfen traumatisierten Kindern
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(Köln/Bam) Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Bam leiden die Menschen dort noch immer unter den Folgen der Katastrophe. „Vor allem die Kinder sind traumatisiert“, sagt Peter Staudacher, der für die Malteser als Projektleiter in Bam tätig ist. „Viele sind über Nacht zu Halb- oder Vollwaisen geworden. Und mussten dann auch noch feststellen, dass ihre Spielkameraden und Freunde nicht mehr leben.“ Dabei seien sie „seelisch zusammengestürzt wie die Häuser ihrer Stadt“. Zusammen mit einer lokalen Jugendorganisation kümmern sich die Malteser um diese Kinder. Spiele, Förderprogramme und Therapiestunden bauen sie wieder auf.
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Ein weiteres Hoffnungszeichen setzen die Malteser mit dem Wiederaufbau der ersten Grundschule. „Nachdem der Unterricht bisher in von uns errichteten Containern stattfinden musste, wird dieser Bau ein wichtiger Halt in einer noch immer verwüsteten Umgebung sein.“
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Zusammen mit lokalen Hilfsorganisationen helfen die Malteser auch traumatisierten Frauen; sie bieten Workshops und Trainings an in den Bereichen Management und Organisation.
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Direkt nach dem Erdbeben am frühen Morgen des 26. Dezember 2003 waren die Malteser mit einer Rettungshundestaffel nach Bam gekommen, um nach Überlebenden zu suchen. Zahlreiche Medikamente und medizinisches Material wurde zur Versorgung von insgesamt 30.000 Personen nach Bam gebracht.
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„Wir sind dankbar für die 1,5 Millionen Euro Spenden, die im Laufe des Jahres für unsere Arbeit in Bam eingegangen sind. Wir stärken mit diesem Geld die Selbsthilfekraft der Einwohner. Nur so können alle Schäden des Erdbebens langfristig behoben werden“, betont Staudacher.
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 07.12.2004 - 08:00 Uhr
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Malteser zur Wehrpflichtdiskussion:
Armee der Schwachen wird in Deutschland übersehen!
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(Köln) Angesichts der neu aufgeflammten Diskussion um die Wehrpflicht mahnt der Geschäftsführungsvorsitzende der Malteser Hilfsdienst gGmbH, Karl zu Löwenstein: "Diese Diskussion wird viel zu eng geführt! Die Politiker reden über moderne Kriege, Kommissionen und Rekrutenzahlen - die Armee der behinderten, alten und kranken Menschen in Deutschland wird aber völlig übersehen." Dabei müsse jeder konkrete Plan zur Abschaffung der Wehrpflicht unbedingt eine Perspektive für die von Zivildienstleistenden erbrachten sozialen Leistungen enthalten. "Wenn der gesetzliche Rahmen für die Nachfolge des Zivildienstes nicht heute geschaffen wird, sind die Leidtragenden die Schwachen im Lande."
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Löwenstein fordert deshalb eine "umfassende Wehrdienstdiskussion", die auch die Zukunft des Zivildienstes einbezieht: "Anstelle des traditionellen Zivildienstes sollte ein 'Freiwilliger Sozialer Dienst' analog dem bestehenden Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) treten - ohne Altersbeschränkung mit einem Einsatzpensum von bis zu 2.500 Stunden, die am Stück oder auf fünf Jahre verteilt erbracht werden." Dieser Dienst müsse als "Zukunftsjahr für Deutschland" in die Köpfe und Herzen der Menschen gelangen. "Nur wenn alle Generationen anpacken, kann die bevorstehende Überalterung der Gesellschaft aufgefangen, der Riss des sozialen Netzes verhindert werden." Dazu komme auch der Personalbedarf im Katastrophenschutz: "Je mehr die terroristische Bedrohung wächst, desto mehr Einsatzkräfte brauchen wir in diesem Bereich."
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Die Malteser beschäftigen heute noch etwa 1.500 junge Leute im Zivildienst und im FSJ. Diese werden hauptsächlich eingesetzt im Behindertenfahrdienst und in der individuellen Schwerstbehindertenversorgung. Dazu betreuen sie zahlreiche Senioren in deren eigener Wohnung.
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 01.12.2004 - 08:00 Uhr
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Welt-AIDS-Tag: 1. Dezember
Malteser in Thailand: AIDS-Waisen brauchen Hilfe
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(Köln) Zum Welt-AIDS-Tag weisen die Malteser auf die wachsende Not der AIDS-Waisen hin: „Während AIDS in Deutschland für manche eher zu einem schicken Betroffenheits-Sticker verkommt, ist AIDS in ärmeren Ländern eine subtile Gesellschaftsattacke. Die Krankheit zerstört die mittlere Generation und lässt ältere Menschen allein mit kleinen Kindern und Waisen zurück“, sagt Dr. Peter Schmitz, Koordinator Gesundheitsprogramme des Malteser Auslandsdienstes. „Weltweit haben bereits 16 Millionen Kinder unter 15 Jahren einen oder beide Elternteile durch HIV/AIDS verloren – die größten Wachstumsraten der Epidemie werden derzeit in Asien und Osteuropa verzeichnet. Rund 25 Prozent der weltweit 42 Millionen Infizierten leben in Asien.“
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In Mae Sariang in Nordthailand leisten die Malteser seit über zehn Jahren medizinische Hilfe. Sie kümmern sich besonders um Kinder, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben. „Die meisten dieser Kinder sind nicht nur krank, sondern bitterarm“, sagt Marie Theres Benner, Koordinatorin der Malteser vor Ort: „Dazu kommt die Stigmatisierung: die Eltern der anderen Kinder möchten nicht, dass AIDS-Waisen in den Kindergarten gehen, weil sie Angst haben, ihre Kinder könnten angesteckt werden.“ Die Malteser ermöglichen 77 AIDS-Waisen in Mae Sariang den Besuch von Kindergarten und Schule. Die Großeltern erhalten ein monatliches Stipendium für ihre Enkelkinder. „Schon mit 100 Euro kann ein Kind hier ein Jahr versorgt werden, in die Schule gehen, Essen und Bücher kaufen“, so Benner. Zusätzliche Kleinkredite der Malteser helfen den Großeltern beim Aufbau eines eigenen kleinen Gewerbes, wie zum Beispiel eines Waschsalons, einer Garküche oder der Aufzucht von Schweinen oder Geflügel.
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Darüber hinaus finden Informationsveranstaltungen über AIDS statt: in Krankenhäusern, Schulen, Gefängnissen oder Restaurants. „Wir bieten Tests auf HIV/AIDS an und offene Gespräche über die Krankheit. Denn nur wer offensiv über AIDS spricht, kann den Virus der Diskriminierung stoppen“, sagt Benner.
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.
Um die Not der Aids-Weisen weiter lindern zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 25.11.2004 - 08:00 Uhr
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Internationaler Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen
Im Osten Kongos gehören Vergewaltigungen zum Alltag
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(Köln) Die medizinische Koordinatorin der Malteser in Bukavu (DR Kongo), Christiane Ruhmich, sieht die Lage in dem zentralafrikanischen Land als Teufelskreis: „Der jahrelange Bürgerkrieg hat zu sozialer Erosion und bei vielen Menschen zu einem ethischen Kollaps geführt. Die Umstände der zum Teil systematischen Vergewaltigungen von Frauen werden immer brutaler. Die damit einhergehenden seelischen und körperlichen Verletzungen nehmen den Opfern jedes Selbstwertgefühl. Scham und Angst verhindern häufig, dass die Frauen Hilfe suchen. Dazu kommen die gesellschaftlichen Konsequenzen: Ehemann, Familie und Dorfgemeinschaft verstoßen die Opfer.“
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Mit speziellen Trainings sensibilisieren die Malteser das Gesundheitspersonal ihrer mehr als 100 Gesundheitseinrichtungen im Süd-Kivu sowie Mitarbeiter lokaler Organisationen für die Problematik. Monatlich behandeln die Malteser rund 800 Opfer, die an Geschlechts-krankheiten, HIV/AIDS, Verletzungen im Genitalbereich bis hin zur Inkontinenz leiden, und bieten vor Ort psycho-soziale Betreuung an. Aus Angst vor Diskriminierung durch die Dorfgemeinschaft und die Familie nimmt jedoch nur die Hälfte dieser Frauen bisher diese Hilfe an. „Durch Öffentlichkeitsarbeit und durch Zusammenarbeit mit dem lokalen Radiosender versuchen wir, die Frauen zu erreichen. In Gesprächen stärken wir das Selbstwertgefühl der Opfer. So erleichtern wir ihnen die Rückkehr in ihre Familien und ihr soziales Umfeld.“
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Ruhmich geht von einer hohen Dunkelziffer bei Vergewaltigungen aus: viele Frauen schweigen aus Schamgefühl. Für 2005 planen die Malteser mit Unterstützung des Amtes für Humanitäre Hilfe der Eurpäischen Kommission (ECHO) weitere Maßnahmen. Ein zentrales Erhebungs- und Auswertungssystem für die Provinz Süd-Kivu in Zusammenarbeit mit der Provinzgesundheitsbehörde in Bukavu ist vorgesehen. Um die rechtliche Position der betroffenen Frauen zu stärken, führen die Malteser eine „medizinische Bescheinigung“ ein. „Nur so können die Opfer vielleicht auch irgendwann gegen ihre Peiniger klagen“, so Ruhmich. Die Malteser sind seit 1996 in der DR Kongo tätig. In mehr als 300 Gesundheitsstationen und 20 Ernährungszentren betreuen sie in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden des Landes rund 2,5 Millionen Menschen.
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 19.11.2004 - 08:00 Uhr
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Sudan/Darfur
Malteser weiten Impfaktion gegen Kinderlähmung aus
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Köln/El Fasher. Die Malteser führen vom 21. bis zum 25. November im nördlichen Zipfel des Darfur (Tabit, Shangil Tobaya und neu: Tarni) den zweiten Teil einer Impfkampagne gegen Kinderlähmung (Polio) durch. „Es ist traurig und ärgerlich, dass die Kinder im Sudan auch noch durch Polio bedroht werden“, so der Malteser Nothilfe-Experte Ralf Pahlmann, der die Kampagne für die katholische Hilfsorganisation leitet. Die Kampagne ist Teil einer landesweiten Aktion, die zeitgleich auch in 22 anderen west- und zentralafrikanischen Staaten stattfindet. Pahlmann ist überzeugt, dass der Darfur-Konflikt mit vielen Grenzübertritten und verhinderten Impfaktionen eine wichtige Ursache für die Rückkehr der Polio-Fälle ist. Der Sudan war seit April 2001 poliofrei.
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„Dabei reichen 38 Cent für die Impfung eines Kindes. Wir werden in fünf Tagen 6.200 Kinder unter fünf Jahren erreichen – 3.500 Kinder mehr als bei der ersten Kampagne Mitte Oktober.“
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45 Helfer werden im Einsatz sein. Für den Transport der Impfstoffe, Vitamin A-Tabletten und fast einer Tonne „High Energy“-Kekse stehen fünf Geländewagen zur Verfügung.
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Pahlmann lobt die gute Zusammenarbeit mit den sudanesischen Gesundheitshelfern und beobachtet das wachsende Vertrauen der Einheimischen: „Es spricht sich herum, dass die Gesundheitsstationen regelmäßig Medikamente von den Maltesern erhalten. Jetzt kommen immer mehr Kranke und lassen sich gegen Malaria, Durchfall und Atemwegserkrankungen behandeln.“
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Die bereits im Oktober geimpften Kinder werden Anfang 2005 bei einer weiteren Polio-Impfkampagne den kompletten Impfschutz bekommen. Alle Kampagnen finden in enger Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) statt.
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 04.11.2004 - 08:00 Uhr
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Zurück aus dem Sudan
Malteser-Helferin: „Das Wegschauen darf nicht eskalieren!“
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(Köln/El Fasher) Besorgt über die anhaltende Konfliktsituation in Darfur äußert sich die Malteser Nothilfe-Expertin Birke Herzbruch, die in dieser Woche nach Deutschland zurückgekehrt ist: „Die Sicherheitslage im Krisengebiet hat sich in den vier Monaten, die ich unten war, zugespitzt. Übergriffe auf Flüchtlinge, Plünderungen und Banditentum, Zusammenstöße zwischen der sudanesischen Befreiungsarmee und Milizen fordern regelmäßig Tote und Verletzte – auch unter der Bevölkerung.“
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Nur mit großer Vorsicht sei es möglich gewesen, die geplanten Hilfsmaßnahmen durchzuführen:
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„In den ländlichen Gebieten südlich der Stadt El Fasher haben wir Gesundheitszentren und Entbindungsstationen beim medizinischen und technischen Aufbau unterstützt – damit haben wir rund 45.000 Menschen dringend notwendige Hilfe gebracht.“ Mit Blick auf die jetzt beginnende kalte Jahreszeit betont Herzbruch die Bedeutung der medikamentösen Versorgung: „Häufig auftretende Atemwegsinfektionen müssen mit Antibiotika, Hustensaft und fiebersenkenden Mitteln behandelt werden.“
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Ein besonderes Problem stellt die Schwangerenbetreuung dar. Mehr als 99 Prozent der sudanesischen Frauen und Mädchen sind beschnitten. Schwangerschaftsrisiken und Geburtskomplikationen müssen erkannt und behandelt werden. „Wir verbessern durch Hebammentrainings die Rahmenbedingungen: Instrumente, Nahtmaterial, Sterilisatoren und Medikamente führen zu besserer Mutter-Kind-Gesundheit“, so Herzbruch.
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Sehr erfolgreich verlief die in Zusammenarbeit mit der WHO/Unicef durchgeführte Polio-Impfkampagne. Innerhalb von drei Tagen konnten 2.700 Kinder in 26 Dörfern immunisiert werden. „Wir sind sicher, dass auch der zweite Teil der Kampagne – Ende November – ein Erfolg wird“, ist Herzbruch überzeugt. Die Nothilfe-Expertin appelliert: „Die Menschen im Darfur sind dringend auf Hilfe angewiesen. Es darf nicht sein, dass diese humanitäre Katastrophe unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet!“ Im Norddarfur werden die Malteser Gesundheitszentren weiterhin mit Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial ausstatten. Trainingsmaßnahmen für Gesundheitspersonal werden gemeinsam mit Unicef/UNFPA durchgeführt.
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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Mitteilung vom 11.10.2004 - 08:00 Uhr
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Sudan: Malteser unterstützen Impfaktion gegen Kinderlähmung
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(Köln/Tabit) Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes führen vom 10. bis zum 12. Oktober in der sudanesischen Stadt Tabit und 26 anliegenden Dörfern eine Impfkampagne gegen Kinderlähmung (Polio) durch. Die Kampagne ist Teil einer landesweiten Aktion gegen die Erkrankung, die zeitgleich auch in 22 anderen west- und zentralafrikanischen Staaten stattfindet.
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„Es ist höchste Zeit, etwas gegen die Kinderlähmung zu unternehmen“, berichtet die Malteser Nothilfe-Expertin Birke Herzbruch. „Der Sudan war seit April 2001 poliofrei, nun sind elf neue Fälle von Polio registriert worden.“ Herzbruch glaubt, dass der Darfur-Konflikt mit vielen Grenzübertritten und verhinderten Impfaktionen eine wichtige Ursache dafür ist.
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„Wir werden in den drei Tagen rund 5.000 Kinder unter fünf Jahren erreichen“, äußert sich Herzbruch zuversichtlich: „Mit sieben Teams, zu denen auch lokale Gesundheitshelfer gehören.“ Schwierig sei es, zu den Kinder zu gelangen, die aus ihren Dörfern geflohen sind oder früh morgens mit ihren Müttern zur Feldbestellung hinausfahren. Deshalb habe man Ende der vergangenen Woche verstärkt mit Lautsprechern und Autos auf die Impfung hingewiesen.
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Die Impfstoffe kommen von der Weltgesundheits-Organisation (WHO) und UNICEF. Weitere Impfkampagnen sind geplant für den November 2004 und Anfang 2005. Die Malteser sind seit 1998 im Süd-Sudan aktiv. Birke Herzbruch organisiert die Hilfsaktionen der Malteser im Darfur seit Mitte August.
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Die Malteser sind Mitglied in der Aktion Deutschland hilft, ADH e.V.:
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Quelle/ ViSdP.: Malteser Hilfsdienst e.V., Generalsekretariat Köln
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